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Matcha Tee: Wirkung, Zubereitung und Inhaltsstoffe

Der grüne Tee als erfrischendes Getränk erfreut sich seit vielen Jahren an immer wachsender Beliebtheit, da mit ihm viele gesundheitsfördernde Eigenschaften in Verbindung gebracht werden. Erfahren Sie hier mehr über das japanische Heilgetränk, seine Inhaltsstoffe und die korrekte Zubereitung.

Der Matcha Tee wird aus der grünen Teepflanze Camellia sinensins gewonnen, die ursprünglich mit all dem damaligen Wissen über die Zubereitung und Wirkungsweise von China aus im 12. Jahrhundert nach Japan gelangte. Bei der Zubereitung der Heilpflanze schwören die traditionsbewussten Chinesen auf das Mahlen der Blätter zu Pulver und eine anschließende Verwendung als Heiltee. Diese Art der Anwendung etablierte sich schließlich auch im benachbarten Japan. Die Verwurzelung der Teepflanze geht, im wahrsten Sinne des Wortes, der Überlieferung nach auf einen Zen-Meister zurück, der nach dem Import der Pflanze, diese im ganzen Land kultivierte.

Der Matcha Tee wird seit dieser Zeit als Heilpflanze gesehen, der man unter anderem bei regelmäßigem Konsum der gemahlenen Blätter, die Kraft zur Lebensverlängerung nachsagt.

Herstellung seit Jahrhunderten unverändert

Matcha Pulver

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Die grüne Teepflanze wird auf beschatteten Teefeldern angebaut. Durch eine schonende Weiterverarbeitung werden die wichtigen und gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe nicht zerstört. Im Unterschied zu anderen Teesorten wird beim Matcha Tee das ganze Blatt weiterverarbeitet.

Zunächst wird das Blatt sorgsam vom Teestrauch getrennt. In manchen Fällen wird nur die Blattspitze geerntet. In aller Regel verwendet man aber hier das gesamte Teeblatt. Entweder wird der Tee auf speziellen Feldern angebaut, die sich von ihrer Lage her zu weiten Teilen im Schatten befinden oder für die Beschattung wird von Hand gesorgt. Hierzu werden die Pflanzen für eine gewisse Zeit mit Netzen oder Matten – überwiegend aus Bambus – bedeckt. Diese Vorgehensweise wird praktiziert, um eine höhere Konzentration an bestimmten Inhaltsstoffen zu erreichen. Zu diesen Stoffen gehören unter anderem das Teein  für die belebende Wirkung oder das pflanzeneigenen Chlorophyll, das für die charakteristische, leuchtend grüne Farbe des Tees verantwortlich ist.

Nach der Ernte werden die Blätter mit Hilfe von Wasserdampf behandelt und anschließend in mehreren schonenden Stufen getrocknet. Nach dem Trocknungsprozess werden die Blätter mit Hilfe von traditionellen Steinmühlen zu Pulver zermahlen.  Als Faustregel gilt: Je grüner die Farbe, desto frischer ist der Tee.

Der Geschmack des Matcha Tees

Viele Menschen assoziieren mit dem Grüntee ein herbes, fast schon ins Bittere reichendes, Aroma. Dieser bittere Geschmack verursacht bei manchen eine gewisse Skepsis gegenüber den verschiedenen Grünteesorten. Der Matcha Tee hat ebenfalls diese herbe Note, die den Grüntees eigen ist, jedoch ohne dabei bitter zu schmecken. Stattdessen ist sein Geschmack cremig und nussig, was teilweise – je nach Qualität – schon als fruchtig bezeichnet werden kann. Unter den grünen Tees ist er derjenige, der am intensivsten schmeckt. Die Qualität spielt – wie bei jeder Teesorte – auch beim Matcha Tee eine tragende Rolle. Mit unserem Bio Matcha Tee können Sie sich sicher sein, dass Sie eine hervorragende Qualität erhalten, die einen unvergleichlichen Geschmack bietet.

Die traditionelle Zubereitung ist ganz einfach

Zubehör für die Zubereitung von Matcha Tee

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Das Matcha Tee Pulver wird am besten in kleinen Blechdosen oder Schraubgläsern aufbewahrt. So hält sich das Aroma am längsten und kann in der Tasse seine volle Wirkung entfalten. Mit dem Matcha Tee wird eine ganz eigene traditionelle Zubereitungsweise verbunden, die wir Ihnen gerne an dieser Stelle vorstellen wollen. Sie ist nicht wesentlich aufwendiger als die herkömmliche Zubereitung, verspricht aber ein interessantes Erlebnis zu werden und steigert die Vorfreude auf den anschließenden Teegenuss noch zusätzlich.

Zu dieser Zubereitungsweise benötigen Sie eine Keramikschale, die in ungefähr so groß wie eine gängige Milchkaffeetasse in einem Café ist. Für die traditionelle Verarbeitung werden ein kleiner Bambuslöffel und Bambusbesen verwendet. Beides ist käuflich erhältlich.

Zunächst entnehmen Sie bitte Ihrem Teedöschen etwa zwei Löffel des Matcha Pulvers. Dieses vermischen Sie mit einer kleinen Menge Wasser zu einer Paste. Achten Sie darauf, dass eine gleichmäßige Creme entsteht und benutzen Sie dazu den Bambus-Besen.

In einem weiteren Schritt geben Sie der Paste ungefähr 70 Milliliter heißes Wasser dazu. Das Wasser sollte nicht mehr kochen und über eine Temperatur von 80 Grad verfügen.

Ein kleiner traditioneller Tipp: Wenn Sie den Besen kurz vorher in heißes Wasser tauchen, damit die Borsten leicht feucht werden, dann verlängern Sie seine Lebensdauer, indem Sie einen vorzeitigen Borstenbruch verhindern. Nachdem Sie die Paste mit dem Wasser schaumig gerührt haben, können Sie ihn ganz in Ruhe genießen wie schon seit hunderten von Jahren in Japan.

Wie Sie den Grüntee dosieren, hängt ganz von Ihrem persönlichen Empfinden ab. Probieren Sie hier ruhig verschiedene Mengenverhältnisse aus bis Sie die für Sie passende gefunden haben. Sie müssen auch nicht unbedingt einen Bambuslöffel für die Zubereitung verwenden. Ein herkömmlicher kleiner Löffel erfüllt auch seinen Zweck. Hier müssen Sie nur darauf achten, die Dosierung anzupassen, da die Bambuslöffel kleiner sind als ein normaler Kaffeelöffel.

Die Inhaltsstoffe im Matcha Tee

Schale mit Matchapulver

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Der Matcha Tee genießt seinen Ruf als Heiltee, dem man vielerlei gesundheitsfördernde Wirkung nachsagt, vor allem durch die hohe Konzentration an vielfältigen Inhaltsstoffen und deren einzigartige Komposition untereinander.

  • Koffein (oder Teein – beides ist von einem chemischen Blickwinkel her die gleiche Substanz) ist im Matcha Tee enthalten. Der Unterschied zum Koffein im Kaffee liegt darin, dass das im Tee enthaltene durch die Bindung an Flavanole erst im Darm freigesetzt wird und erst dort seine schonendere und ganzheitliche Wirkung entfaltet. Die Konzentration ist in Teesorten, die auf beschatteten Teefeldern – wie der Matcha – angebaut werden, höher als bei anderen Sorten. Die ausgleichende Wirkung des Matcha Tees ist auf die bereits erwähnten Flavanole zurückzuführen. Zu den Flavanolen gehört unter anderem das L-Theanin. Dieses verbindet sich im Teewasser chemisch mit dem, im Tee vorhandenen, Koffein. Dadurch entfaltet sich eine länger andauernde Wirkung, die ein angenehm waches Gefühl vermittelt ohne dabei unangenehm aufdringlich zu werden.
  • Theanin kann man in besonders hoher Konzentration in Tees finden, die auf beschatteten Teefeldern herangezogen wurden. Diese Aminosäure sorgt dafür, dass man eine deutliche Steigerung in der Aufnahme- und Reaktionsfähigkeit bemerkt. In der Kombination mit dem Koffein des Tees fühlt man sich sogleich wacher und insgesamt „fitter“ ohne die Nebenwirkungen, die beispielsweise beim Trinken von Kaffee auftreten. Die ausgleichende Wirkung des Theanin wird auch oft in Verbindung mit der Vorbeugung von Erkrankungen des Zentralnervösen Systems wie Alzheimer oder Parkinson gebracht.
  • Neben dem Hauptbestandteil Koffein in Verbindung mit der besonderen Aminosäure Theanin, sind im grünen Matcha Tee noch eine Reihe an Proteinen zu finden. Diese spielen vor allem eine wichtige Rolle im Energiehaushalt des Körpers. Auch beim Sport sind Proteine wichtige Kraftlieferanten. Sie verhelfen dem Körper zu Energie und Leistungsfähigkeit. Proteine bestehen aus Ketten an verschiedenen Aminosäuren, die in unterschiedlicher Kombination miteinander jeweils ein bestimmtes Protein bilden. Im Matcha Tee sind nicht nur Proteine enthalten, sondern auch eine ganze Reihe „loser“ Aminosäuren, die an unterschiedlichen Prozessen des Stoffwechsels beteiligt sind.
  • Im Gegensatz zu anderen Tee-Arten ist der Matcha nicht fermentiert und enthält einen hohen Anteil an Gerbstoffen wie das Tannin, das ohne den Fermentierungsprozess noch an das Koffein gebunden ist und daher für die oben beschriebene zeitversetzte und gleichmäßigere Freisetzung im Körper sorgen. Gerbsäuren sind dafür bekannt, dass sie bei Problemen mit dem Magen oder Darm eine desinfizierende und beruhigende Wirkung haben.
  • Matcha Tee bietet auch eine hohe Vielfalt an Mineralien und Spurenelemente vor, die für unseren Körper wichtige Funktionen erfüllen. Das vor allem für seine Wichtigkeit für den Knochenbau des Menschen bekannte Calcium, hilft auch bei der Regulation des Herz-Kreislauf-Systems und wirkt sich förderlich auf den Blutdruck aus. Neben Calcium spielt auch das Eisen eine wichtige Rolle für den Körper. Der Sauerstoff bindet sich in den roten Blutkörperchen an Eisen und wird so über den gesamten Blutkreislauf im menschlichen Körper verteilt. Somit ist eine ausreichende Eisenversorgung wichtig, um einen reibungslosen Sauerstofftransport zu gewährleisten. Ein weiteres Spurenelement, das im Matcha Tee vorkommt ist Kalium, das an der Regulation des Wasserhaushalts im Körper beteiligt ist. Zudem ist Kalium noch bei der Weiterleitung von Reizen entlang der Nerven beteiligt und unterstützt sämtliche Muskelfunktionen.
  • Vitamine bilden ebenfalls wichtige Inhaltsstoffe im Matcha Tee. So kommen beispielsweise die Vitamine B1, B2 und C genauso wie das Karotin in kleiner Konzentration im Grünen Tee vor.
  • Ein großer Bestandteil der getrockneten Blätter der Camellia sinensins – Pflanze besteht aus Catechinen, den sogenannten Bitterstoffen im Grünen Tee. Bitterstoffe sind nicht mit Gerbstoffen wie das Tannin zu verwechseln. Catechine haben für Pflanzen in etwa die gleiche Bedeutung wie für uns Menschen das Immunsystem. Sie bekämpfen Krankheitserreger, die der Pflanze Schaden zufügen könnten. Ein besonderes Catechin ist das Epigallocatechin-Gallat (EGCG), das vor allem wegen seiner Rolle in der Prävention von Krebserkrankungen Beachtung findet.

Matcha Tee – der universelle Alleskönner

Matcha Latte ist eine beliebte Alternative zu Kaffee

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Der Grüne Tee ist ein richtiges Allround-Getränk. Neben seiner Wirkung als „Muntermacher“ hilft der Matcha Tee auch beim Abnehmen. Der Grüne Tee ist für einen Anstieg der Körpertemperatur verantwortlich, der wiederum einen erhöhten Verbrauch an Kalorien begünstigt und nebenbei auch noch das Verlangen nach Süßigkeiten hemmt. In Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung bildet der Matcha Tee eine ideale Grundlage zum Abnehmen.

Wenn Sie ursprünglich nach einer Alternative zu Kaffee gesucht haben, dann sind Sie mit dem Matcha Tee aus Japan fündig geworden. Sie haben aber darüber hinaus auch einen Tee entdeckt, der Ihrem Körper gleichzeitig viel mehr Vorteile bietet, die Sie schon nach kurzer Zeit selbst spüren können. Durch sein wohlschmeckendes Aroma und die einzigartige Kombination seiner Inhaltsstoffe erfreut er sich auch in Deutschland immer größer werdender Beliebtheit.

Sie trinken lieber Kräuter- oder Früchtetee? Hier finden Sie Tipps für die Zubereitung!