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Steckrüben – Tipps für den richtigen Umgang mit dem gesunden Gemüse

Alles rund um Steckrüben: Hier erfahren Sie mehr über die Lagerung und Zubereitung des schmackhaften Wintergemüses. Plus: Worauf Sie beim Einkauf achten müssen!

Steckrüben erleben aktuell ein echtes Revival, nachdem sie jahrelang nur noch selten in der Küche verwendet wurden. Die Gründe für den Verzicht auf Steckrüben liegen in seiner tragischen Geschichte. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg gehörten Steckrüben zu den Hauptnahrungsmitteln, denn sie waren relativ günstig zu bekommen und lieferten viel wertvolle Energie. Danach galten sie lange Zeit als „Arme-Leute-Essen“ oder „Viehfutter“ und verschwanden immer mehr vom Speiseplan. Erst allmählich begeistern sich wieder viele Menschen für die Steckrübe. Dies ist kaum verwunderlich, schließlich lässt sich das gesunde Gemüse leicht zubereiten und ist besonders schmackhaft.

Warenkunde Steckrübe – ein typisches Wintergemüse

Die Steckrübe erlebt aktuell ein Revival.

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Steckrüben sind aus botanischer Sicht gar keine Rüben, sondern eine Unterart des Raps und gehören zu den klassischen Wintergemüsesorten. Geerntet werden Sie zwischen September und April, sodass sie während des gesamten Herbsts und Winters verspeist werden können. Vom Geschmack und Aussehen erinnert die Steckrübe an eine Mischung aus Kohlrabi und Rübe. Sie hat eine runde Form und kann bis zu zwei Kilo schwer werden. Hinter der rötlichen Schale verbirgt sich je nach Sorte weißes oder gelbes Fruchtfleisch. Da das gelbe Fruchtfleisch intensiver im Geschmack ist, wird es gerne in der Küche verwendet. Die hellen Steckrüben hingegen dienen vor allem als Tierfutter.

Geschmacklich punkten Steckrüben durch den leicht süßlichen und etwas herben Geschmack. Dieser kommt durch den hohen Traubenzuckeranteil zustande. Doch nicht nur kulinarisch überzeugen die Steckrüben, sie sind auch reich an Vitamin C und Mineralstoffen. Die Kalorienzahl ist aufgrund des hohen Wassergehalts gering, sodass sie sich besonders für die bewusste Ernährung eignen. Auch der Kohlenhydrate-Anteil ist vergleichsweise niedrig. Sie können also viele Low-Carb Rezepte mit der Steckrübe kochen.

Steckrüben kaufen und lagern

Beim Kauf sollten Sie die etwas kleineren Rüben bevorzugen. Große Steckrüben können gelegentlich holzig sein. Die Haut der Steckrübe ist bestenfalls glatt und nicht eingefallen. Zudem sollten Sie auf Löcher achten, die auf einen Wurmbefall hindeuten können. Die Lagerung der Steckrübe ist einfach. Sie mag es dunkel und kalt. Am besten bewahren Sie die Steckrübe also im Keller auf. Entfernen Sie vorher die Blätter, da diese der Knolle Feuchtigkeit entziehen. Im Keller hält sie sich mehrere Monate. Ansonsten können Sie die Steckrübe auch im Kühlschrank aufbewahren.

Tipps für die richtige Zubereitung

Frische Kräuter passen perfekt zur Steckrübe.

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Steckrüben lassen sich tatsächlich gekocht und auch roh verzehren. Beachten Sie aber, dass rohe Steckrüben schwer verdaulich sind. Wenn Sie die Steckrübe zum Beispiel einem Salat beifügen wollen, raspeln Sie diese besonders fein. Grundsätzlich sollten Steckrüben vor dem Verzehr geschält und gewaschen werden. Grob verschmutzte Steckrüben reiben Sie am besten mit einer Gemüsebürste ab und spülen diese dann unter laufendem Wasser ab. Um das Schälen etwas zu vereinfachen, entfernen Sie vorher das Ende und den Strunkansatz. Auch holzige Teile sollten vorab weggeschnitten werden. Nun lässt sich die Schale mit einem Schälmesser abschälen. Je nachdem wie Sie die Steckrübe weiterverarbeiten wollen, würfeln, raspeln oder schneiden Sie das Gemüse in grobe Stücke.

Die Verwendungsmöglichkeiten der Steckrübe sind vielfältig. Sie lässt sich als Beilage ebenso gut verwenden, wie als Püree. Beim Kochen können Sie sich übrigens an der Zubereitung von Kartoffeln orientieren. Grundsätzlich gilt aber, egal ob gedünstet, gekocht oder gebraten, die Steckrübe wird schneller gar als die Kartoffel. Um die Steckrübe zu kochen, geben Sie diese in reichlich Salzwasser und lassen sie etwa 25 Minuten kochen. So bleiben die Steckrübenstücke bissfest. Wenn Sie ein Püree herstellen wollen, sollten Sie die Kochzeit auf etwa 40 Minuten erhöhen. Dann ist sie weich genug, um sie mühelos zu pürieren. Um die Steckrübe zu braten, schneiden Sie lieber kleine Stücke und braten Sie diese in etwa sieben Minuten in der Pfanne.

Gerne können Sie die Steckrübe auch backen. Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar leckeren Steckrüben-Pommes oder einem Auflauf? Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und gönnen Sie sich mit der Steckrübe ein gesundes und gleichzeitig äußerst schmackhaftes Gericht.

Die Steckrübe im Eintopf – der Klassiker unter den Steckrübenrezepten

Steckrübeneintopf zählt zu den beliebtesten Steckrüben-Rezepten.

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Besonders beliebt ist die Steckrübe im klassischen Steckrübeneintopf. Kombinieren Sie die Steckrübe mit Kartoffeln sowie Möhren und zaubern Sie mit wenig Aufwand einen schmackhaften Klassiker. Gerne können Sie den Eintopf auch mit Fleisch (z.B. Kasseler) etwas gehaltvoller machen. Petersilie, Kümmel und Pfeffer runden das Geschmackserlebnis ab. Als vegetarische Alternative eignet sich die Steckrübensuppe mit Kurkuma. Kurkuma harmoniert nicht nur aufgrund der gelben Farbe hervorragend mit der Steckrübe. Auch geschmacklich begeistert die Mischung durch milde Schärfe. Hierfür braten Sie die Steckrübe erst etwas an und kochen sie dann in der Gemüsebrühe schön weich. Im Anschluss pürieren Sie alles fein und fügen noch Sahne hinzu. Schmecken Sie die Suppe nach Belieben ab und freuen Sie sich vor allem im Winter auf die wärmende Suppe.

Auch zu Fisch macht die Steckrübe eine gute Figur. Die Kombinationsmöglichkeiten sind wirklich vielfältig und treffen garantiert auch Ihren Geschmack. Probieren Sie einfach ein paar Rezepte aus. Bestimmt werden Sie in Zukunft nicht mehr auf den besonderen Geschmack der Steckrübe verzichten wollen.