Cucumberland Hannover Dry Gin (Mobaja GbR)

Cucumberland Hannover Dry Gin FlascheDie Idee zur Kreierung und Produktion eines eigenen Gins, entstand vor rund fünf Jahren und hatte etwas mit einer ganz besonderen Geschmackserfahrung zu tun. Damals wurde Christian Moritz, Guido Baumgarten und Christoph Jahn im 11a – einem Restaurant am Küchengarten in Hannover – ein Hendrick´s Gin mit Gurke serviert. Davon inspiriert probierte sich das Trio durch verschiedene Gin-Sorten und begann damit, die diversen Geschmacksnuancen immer weiter zu differenzieren und störende Aromen herauszuschmecken, um schließlich einen eigenen Gin herzustellen: Einen Gin, in dem sich all das vereinen sollte, was die Drei mögen. In knapp 150 Probeläufen entschied man sich für insgesamt 27 so genannte Botanicals, also botanische Zutaten, die dem Cucumberland Hannover Dry Gin seinen unverwechselbaren Geschmack verleihen. Verkauft wird der Gin aus Hannover in einer würfelförmigen Glasflasche.

Die beiden Gin-Brenner Guido Baumgarten und Christian Moritz suchen und finden das Gros der besagten Gewürze, Kräuter und Blüten übrigens in und um Hannover. Dazu gehören unter anderem Holunderblüten aus der Region und Fichtensprossen aus dem Deister. Das Pflücken findet natürlich per Hand statt. Großen Wert legt die Mobaja GbR auf einen individuellen und einzigartigen Charakter des alkoholischen Getränks. Von entscheidender Bedeutung ist für Moritz, Baumgarten und Jahn neben der Regionalität auch eine Produktionsweise, die einen schonenden Umgang mit den Aromen gewährleistet und sich durch Nachhaltigkeit auszeichnet. Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.cucumberland.de.

Die Mobaja GbR ist ein junges Hannoveraner Unternehmen. Wo produzieren Sie Ihren Gin und wie muss man sich die Produktion genau vorstellen?

Cucumberland Hannover Dry Gin TeamChristoph Jahn (Geschäftsführer): Wir produzieren in unserer eigenen kleinen Brennerei in der schönen Südstadt von Hannover. Dabei erledigen wir alles von Hand. Zunächst einmal sammeln wir einen Teil unserer verwendeten Bonaticals selbst. In einer nach unseren Wünschen und auf unser Rezept abgestimmten Brennanlage destillieren wir unseren Gin. Auch das Abfüllen, verkorken und etikettieren erfolgt unter einem Dach durch uns Drei. Pro Brennung verlassen nur 100 Flaschen die Destille. Nach einigen Wochen der Lagerung wird das Destillat auf 43-prozentige Trinkstärke gebracht und anschließend manuell abgefüllt und etikettiert.

Was hat es mit dem Namen Cucumberland auf sich?

Jahn: Der Name Cucumberland spielt auf hannoversche Geschichte an. Von 1799 bis 1919 führten die Könige von Hannover auch den Titel Herzog von Cumberland. Die Vorsilbe Cu ist dem englischen Wort Cucumber (Gurke) entlehnt. Denn eine Scheibe Gurke als Garnitur für den Longdrink Gin and Tonic ist – seit der Neudefinition des Gins durch die Hendrick´s-Destillerie – bereits Tradition und harmoniert hervorragend mit den floralen Aromen unseres Gins.

Welche Rohstoffe werden für die Herstellung von Gin benötigt und woher beziehen Sie diese? Legen Sie hierbei Wert auf Regionalität?

Jahn: Den Großteil der Gewürze, Kräuter und Blüten finden wir vor den Toren Hannovers: Beispielsweise Holunderblüten aus der Region und Fichtensprossen aus dem Deister werden per Hand gepflückt und verlesen. Die Botanicals, die nicht in unseren Breitengraden vorkommen, kaufen wir von einer deutschen Gewürzmühle ein, die auf eine 90-jährige Geschichte in der dritten Generation zurückblicken kann.

Haben Sie auch Angestellte?

Jahn: Nein. Bis jetzt schaffen wir das noch alleine.

Übernehmen Sie alle Arbeitsschritte selbst – also vom Einkauf/Sammeln der Rohstoffe über die Produktion bis hin zum Abfüllen, Etikettieren und Verkauf?

Cucumberland Hannover Dry Gin VerarbeitungJahn: Wir übernehmen alle Schritte selbst – von der Organisation des Büros über Einkauf, Brennen und Abfüllen bis hin zum Transport zum Edeka Center.

Umfasst Ihr Sortiment noch weitere Spirituosen?

Jahn: Wenn Sie eine andere Gattung aus der Familie der Spirituosen meinen: Nein, wir konzentrieren uns ganz auf den Gin. Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir in Zukunft Varianten entwickeln. Aber man kann einen guten Gin nicht aus dem Ärmel schütteln und momentan fehlt uns – wegen der relativ großen Nachfrage – einfach die Zeit für die Entwicklung.