Lebensmittel

Brot backen – so gelingt’s

Frisches Brot, ofenwarm und mit knuspriger Kruste – da läuft vielen Menschen das Wasser im Mund zusammen. Brot selber zu backen liegt voll im Trend. Wir verraten die besten Tipps & Rezepte!

Brot selber backen – gar nicht so schwer

Der Vorteil bei selbstgebackenem Brot: Hier kann man sicher sein, dass dieses Brot komplett frei von Zusatzstoffen ist. Denn Sie allein entscheiden, was in den Teig hineinkommt. Besonders gut in einer Zeit, wo Unverträglichkeiten und Lebensmittelallergien immer mehr zunehmen.

Broetchenteig auf bemehlter Holzarbeitsplattete

Bildcredit: pixabay.com/Rudy and Peter Skitterians

 

Falls Sie bislang zu den Menschen gehört haben, die großem Respekt vor dem Brotbacken haben: Keine Sorge! Brot, Brötchen & Co. zu backen, ist viel leichter, als man glaubt. Zumal Sie schon mit gerade einmal vier Zutaten ein unglaublich leckeres und knuspriges Brot backen können. Am Anfang reichen bereits Mehl, Wasser, Salz – und natürlich Zeit. Denn damit Brot und Brötchen vernünftig aufgehen, ist Geduld vonnöten. Das Entscheidende ist nämlich der Gärprozess.

Die wichtigsten Grundregeln beim Brotbacken

Damit Ihr Brot gut aufgeht und schön locker wird, benötigen Sie ein „Triebmittel“. Zum Einsatz kommen in der Regel Hefe, Backpulver oder – besonders bei Roggenmehl – Sauerteig.

Scheiben von selbstgebackenem Bauernbrot

Bildcredit: pixabay.com/Carlos Carlos Alberto

Hefe liebt es warm

Wenn Sie Hefe verwenden, sollten Sie daran denken, dass diese Wärme braucht, um „arbeiten“ zu können. Es geht schon damit los, dass Hefe mit lauwarmem Wasser angerührt werden sollte. Damit der Teig später aufgeht, sollte er bei etwa 30 Grad ruhen; stellen Sie den Teig daher auf eine warme (aber bitte nicht heiße!) Heizung oder in den Ofen (auf 40 Grad einstellen). Ein absolutes No-Go ist Zugluft –  deshalb sollten Sie den Teig beim Gehen immer mit einem Handtuch zudecken. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann den Teig über Nacht gehen lassen.

Sauerteig – ein Muss bei Roggenbrot

Sauerteig, den Sie übrigens auch ganz einfach selbst züchten können, sorgt für einen besonders lockeren Brotteig und verleiht dem Brot den typischen mild-säuerlichen Geschmack. Schließlich werden bei der Fermentation mehr als 300 Aromastoffe gebildet! Außerdem verlängert er die Haltbarkeit des Brotes, da er die Schimmelbildung hemmt. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Milchsäurebakterien und Hefen. Bei Weizenmehl ist Sauerteig nicht zwangsläufig erforderlich, ein Muss ist er dagegen bei Roggenmehl. In Kombination mit Hefe sorgt er für das Aufgehen der Roggenbrote.

Besonders wichtig ist zudem das Kneten des Teigs, gewissermaßen das A und O. Dabei gilt: je länger, desto besser. Minimum sind meist 10-15 Minuten, mehr geht immer. Lassen Sie sich auch nicht davon verunsichern, wenn der Teig zu weich erscheint, dies ist ein klassischer Anfängerfehler. Er darf kleben, muss aber immer noch gut formbar sein.

Brot backen: Leckere Rezepte für  jeden Geschmack

Das Schöne beim Brotbacken: Hier dürfen Sie Ihre Kreativität ausleben. Nehmen Sie sich ein Rezept vor und experimentieren Sie ruhig mit unterschiedlichen Zutaten, indem Sie Sonnenblumenkerne, Nüsse oder Oliven in den Teig geben. Oder probieren Sie aus, ob sie lieber Weizenmehl, Roggen oder gar Kartoffeln als Basis verwenden.

Scheiben von selbstgebackenem Ciabatta Brot auf Holztisch

Bildcredit: pixabay.com/RitaE

 

Einsteiger sollten zu Beginn auf leichtere Rezepte zurückgreifen: Selbst gebackenes Baguette oder Ciabatta  beispielsweise sind die perfekte Abrundung jeder Grillparty. Mit ofenwarmen Käsebrötchen punkten Sie hier ebenfalls. Wie wäre es außerdem mit einem mediterranen Olivenbrot, einem saftigen Vollkornbrot oder einer etwas ungewöhnlicheren Variante, dem schmackhaften Kartoffelbrot? Lieben Sie es, mit dem Partner oder der Familie schön zu frühstücken? Überraschen Sie diese doch mal mit frischen Rosinenbrötchen oder Croissants. Und Kalorienbewusste werden sich über unser Rezept für selbstgebackenes Low-Carb-Brot freuen – besonders lecker ist diese Variante mit Nüssen.

Teller mit frischen Croissants und Marmelade

Bildcredit: pixabay.com/Jan Vašek

So bleibt Brot länger frisch

Damit Sie lange etwas von Ihrem Brot haben, hier noch ein paar kleine Tipps:

  • Lagern Sie Brot am besten in einem Brotkasten, da hier die Feuchtigkeit länger im Brot bleiben kann.
  • Lüften Sie den Brotkasten regelmäßig und reinigen Sie ihn mit Essig, das verhindert Schimmelbildung.
  • Brot, das Sie nicht schnell genug verbrauchen, lässt sich wunderbar einfrieren und später wieder auftauen.
  • Werfen Sie schimmeliges Brot komplett weg.