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Gesundes Pausenbrot für die Schule

Langeweile in der Brotdose? Das muss nicht sein! Ein gesundes Pausenbrot setzt auf Abwechslung. Gemüse-Sticks mit Dip, Naturjoghurt mit frischen Früchten oder Smoothies schmecken gut – und sorgen dafür, dass Schulkinder in der Pause mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden.

Ernährung: Gesundheit und Ausgewogenheit sind Trumpf

Gesunde Ernährung nimmt in der heutigen Zeit eine immer wichtigere Rolle ein. Die Gesellschaft hat sich in vielen Bereichen weiterentwickelt – und deshalb finden sich auf den Karten von Restaurants oder den Tellern in vielen Haushalten abwechslungsreiche und gesunde Gerichte.

Das bedeutet zwar nicht, dass schwere Hausmannskost überhaupt nicht mehr existent ist. Mittlerweile wird sie vielerorts aufgepeppt und mit gesunden Zutaten kombiniert. Und auch für Schulkinder ist ein gesundes Pausenbrot Pflicht.

gesundes pausenbrot mit apfel und karottensaft

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Zehn Regeln der Ernährung

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gibt es insgesamt zehn Regeln, die es möglich machen, Genuss und Gesundheit bei der Nahrungsaufnahme miteinander zu kombinieren. Zuallererst ist entscheidend, Essen und Trinken möglichst abwechslungsreich zu gestalten: Mischen Sie also verschiedene Lebensmittel und setzen vorrangig auf pflanzliche Produkte. Im zweiten Schritt liegt der Fokus auf Kartoffeln und Getreideprodukten. Reis, Nudeln oder Brot sind hier zu nennen – setzen Sie hier wegen des großen Gehalts an Ballaststoffen auf Vollkorn. Drittens heißt es: „Nimm 5″. Essen Sie über den Tag verteilt fünf Portionen Obst oder Gemüse – entweder als Zwischenmahlzeit oder zu den normalen Hauptmahlzeiten. Erlaubt ist, was schmeckt: Die Bandbreite reicht von Smoothies bis zu Rohkost.

Der vierte Ratschlag sieht vor, dass fettarme Produkte, die aus Milch bestehen, wegen ihrer enthaltenen Nährstoffe täglich auf dem Speiseplan stehen sollten, Fisch dagegen nur ein bis zwei Mal pro Woche, Fleisch (und hier eher Geflügel), Wurst oder Eier gelegentlich – und in Maßen. Gleiches gilt für Salz und Zucker sowie Fette und eher fettreiche Lebensmittel. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit: 1,5 Liter Mineralwasser oder Saftschorle pro Tag sollten es sein. Dazu kommen das schonende Zubereiten der einzelnen Gerichte, der langsame Verzehr und darüber hinaus der Einbau von Bewegung in den Tagesablauf.

lustige sandwich gesichter in brotdose

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Frühstück und gesundes Pausenbrot sind für Schulkinder wichtig

Die zehn genannten Regeln haben Einfluss auf einen Klassiker, den ganze Generationen von Schülern nur zu gut kennen: das Pausenbrot. Früher bedeutete das: Weißbrot mit Butter, Wurst, Käse oder Marmelade. Bestenfalls befand sich direkt daneben in der Brotdose noch ein Apfel. Nicht selten kam das Pausenbrot deshalb auf direktem Wege und unberührt nach der Schule wieder mit nach Hause.

Damit die Kinder die immer größer werdenden Herausforderungen im schulischen Alltag bewältigen, sollte schon das Frühstück ausgewogen sein und wichtige Energie liefern. Alleine das Frühstück reicht aber nicht. Auch ein gesundes Pausenbrot ist wichtig. Dabei sind der Kreativität von Eltern oder Großeltern kaum eine Grenze gesetzt, wenn es um die kreative und leckere Füllung für die Butterbrotdose geht.

brotdose mit sandwich, möhrensticks und salat

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Klassiker Pausenbrot mal anders serviert

Das Pausenbrot, belegt mit Wurst und Käse, kann selbstverständlich weiterhin in die Lunchbox. Da Kinder nämlich nicht nur vormittags in der Schule sind, sondern ganze Nachmittage in den Bildungseinrichtungen verbringen, kommt dem Pausenbrot eine viel entscheidendere Rolle zu. Nur konzentrierte Schüler können dem Unterricht dauerhaft folgen – die Konzentration resultiert zu einem großen Teil aus der richtigen Ernährung.

Deshalb sind Kombinationen von Brot – hier sollten Sie vorrangig auf Mehrkornbrot, Roggenbrot oder Vollkornbrot setzen und tendenziell eher nicht auf Weißbrot – mit Gemüse oder Obst eine Option. Tipp: Möhren, Gurken oder Paprika immer in Sticks oder Würfel schneiden. Bei mundgerechten Snacks greifen die Kinder lieber zu. Das gilt auch für Obst wie Äpfel oder Birnen. Bei Weintrauben, Erdbeeren oder Heidelbeeren fällt das Kleinschneiden natürlich weg. Angenehmer Nebeneffekt einer solchen Kombination für die Pause: Das Brot verfügt über wichtige Ballaststoffe, die lange satt machen, Obst und Gemüse versorgt den Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.

Selbstgemachte Quarkspeise als leckere Alternative

Eine gute Möglichkeit stellen fettarme und möglichst zuckerfreie Joghurts dar. Idealerweise stellt man den Joghurt oder Quark in der heimischen Küche selbst mit den gewünschten Zutaten zusammen. Reichern Sie Naturjoghurt beispielsweise mit Haferflocken und Früchten an. So kann auf die Zugabe von Zucker verzichtet werden – und dem Abwechslungsreichtum sind im Endeffekt keine Grenzen gesetzt. Toll ist ein selbst kombinierter Joghurt auch deshalb, weil er bereits am Vorabend zubereitet werden kann.

Darüber hinaus können Sie Müsliriegel oder Muffins in einer jeweils gesunden Version backen. Auch hier gilt: Mit Zucker sparsam umgehen, dafür Zutaten verwenden, die dem Kind gut tun. Bei einem Müsliriegel kann Obst beziehungsweise Trockenobst verarbeitet werden, bei einem Muffin noch viel mehr. Die Bandbreite reicht hier von Obst und Gemüse über Nüsse bis hin zu Haferflocken. Gut für Eltern: Die nachhaltigen und gesunden Zutaten verschwinden „unsichtbar“ im Teig, so dass nur noch der Geschmack zählt. Gedanken sollte man sich zudem über die Getränke machen. Optimal ist Mineralwasser. Ebenfalls geeignet sind ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorlen, die mehr Wasser als Saft beinhalten.

lunchbox mit obst, walnüssen und sandwich

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Belag für ein gesundes Pausenbrot: Kreativität ist angesagt

Um das Pausenbrot oder das Pausenbrötchen zu belegen, gibt es unzählige Optionen. Wichtig ist aber immer: Damit die Brotdose nicht voll wieder zurückgeht, sollten die Kinder unbedingt nach ihren kulinarischen Vorlieben gefragt werden. Definitiv schmackhaft sind selbstgemachte Cremes aus Frischkäse oder Quark mit frischen Kräutern, die als Dip für die Gemüse-Sticks taugen. Natürlich können auch hartgekochte Eier in Verbindung mit Senf oder Meerrettich verarbeitet werden.

Gleiches gilt für Gemüse selbst: Kleine Paprika- oder Karottenstücke in Verbindung mit knackigen Salatblättern und Frischkäse auf dem Brot liegen auf dem Schulhof beim Pausenbrot-Vergleich garantiert weit vorne. Ein richtiger Trend könnte zum Beispiel ein Tomaten-Mozzarella-Brötchen werden, das mit Basilikum, vielleicht Rucola und einem selbstgemachten Pesto garniert wird. Feststeht aber in jedem Fall: Wenn es um einen ausgewogenen, gesunden und gleichzeitig leckeren Snack für die Pause geht, sind Kreativität und Vielfalt Trumpf.