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Osterbräuche: Beliebt bei Groß & Klein

Der Frühling ist da und mit ihm steht auch das Osterfest vor der Tür. Endlich können wir wieder Ostereier suchen, das köstliche Osterlamm zubereiten und beim Osterfrühstück Zeit mit der Familie verbringen. Ostern steckt voller Traditionen – alles über Osterbräuche lesen Sie hier.

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Warum feiern wir eigentlich Ostern?

Christen feiern an Ostern die Auferstehung von Jesus Christus. In der römisch-katholischen Kirche ist Ostern das wichtigste Fest des Kirchenkalenders. Vermutlich stammt das Wort Ostern von der germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Eostrae, zu deren Ehre damals im Frühling ein Fest gefeiert wurde.

Ostereier suchen

Dieser Osterbrauch ist vor allem bei Kindern sehr beliebt. Von Eltern, Großeltern oder Tanten sorgfältig im Garten oder Wohnzimmer versteckt, machen sich Kinder nach der sechswöchigen Fastenzeit auf die Suche nach den heiß begehrten Ostereiern und anderen Geschenken. Weil das Suchen und Verstecken so viel Spaß macht, bleiben oft jede Menge Leckereien übrig. Wie Sie die süßen Osterüberbleibsel verwerten können, verraten wir Ihnen hier.

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Legt der Osterhase die Eier?

Glaubt man einer Legende, so legt der Osterhase die Ostereier und versteckt sie anschließend im Garten. Doch woher stammt die Geschichte vom Osterhasen eigentlich? Je nach Region wurden die Ostereier lange Zeit vom Hahn, Fuchs oder Kuckuck gebracht. Der erste Nachweis zur Osterhasentradition stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Mit der Süßigkeiten-Industrie setzte sich der Brauch endgültig durch.

Osterlamm – traditionelles Gericht zu Ostern

Traditionsgemäß gibt es an Ostern Lamm. Der Brauch des Osterlamms ist auf das jüdische Pessachfest zurückzuführen, bei dem jedes Jahr ein Lamm zur Tilgung der Sünden geschlachtet wurde. In der Bibel wird Jesus als Lamm Gottes beschrieben, der an Ostern die Sünden der Menschheit ein für allemal überwindet. Neben dem Lammbraten ist heute das gebackene Osterlamm aus Rührteig ein weit verbreiteter Gaumenschmaus.

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Osterfrühstück – Geselligkeit mit Familie & Freunden

Ursprünglich war das Osterfrühstück zwar keine kirchliche Tradition, heute wird es aber dennoch gerne von der Kirche begangen. Nach den Gottesdiensten an Ostern brauchen die Teilnehmer eine kräftige Stärkung. Die vom Priester gesegneten Ostereier dürfen dabei auf keinen Fall fehlen. Auch zuhause bietet das Osterfrühstück eine tolle Gelegenheit, Zeit mit der Familie zu verbringen. Es ist ein Symbol für das Erwachen und den Neuanfang im Frühling. Und übrigens: Mit unseren Rezepten für traditionelles Ostergebäck machen Sie Ihr Osterfrühstück zu einer echten Gaumenfreude.

Osterfeuer für eine reiche Ernte

Das Osterfeuer geht auf einen heidnischen Brauch zurück. Damals glaubte man, mit dem Feuer im Frühling die Sonne zur Erde herunterziehen zu können, damit der Erde wieder mehr Wärme geschenkt wird, Pflanzen gedeihen und eine reiche Ernte bringen.

Osterwasser – Wasser mit besonderen Heilkräften

Heute wird unter Osterwasser das in der Osternacht gesegnete Taufwasser verstanden. Ursprünglich handelt es sich beim Osterwasser jedoch ebenfalls um einen heidnischen Brauch. Wasser galt schon immer als Symbol für Leben und Fruchtbarkeit. Lange Zeit wurden dem Osterwasser besondere Heilkräfte zugeschrieben. So sollte mit einem Bad im fließenden Bach am Ostersonntag die Jugend und Schönheit bewahrt und gleichzeitig Unglück und Krankheiten abgehalten werden.

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Internationale Osterbräuche – so feiert die Welt

Auch andere Länder feiern das Osterfest mit den verschiedensten Bräuchen: So ziehen die Kinder in Schweden als Osterweiber verkleidet bereits am Gründonnerstag durch die Straßen der Nachbarschaft und sammeln Süßigkeiten. Anschließend füllen sie Ostereier aus Pappe mit den gesammelten Leckereien und lassen diese statt vom Osterhasen von einem Küken verstecken.

In Finnland und Tschechien schlägt man sich an Ostern gegenseitig mit einem Birkenstock auf den Rücken. Der Stock ist ein Symbol für den Palmwedel, mit dem Jesus Christus bei seinem Einzug nach Jerusalem empfangen wurde. In Polen dagegen bespritzen sich die Menschen an Ostern gegenseitig mit Wasser. Der Brauch geht auf die Prinzen-Taufe von Mineski I. zurück, der das Christentum nach Polen brachte.

In Bulgarien werden rohe Eier auf die Kirchenmauern oder auf Familienmitglieder geworfen. Bleiben die Eier dabei unversehrt, so hat man angeblich im kommenden Jahr besonders viel Glück. In Großbritannien schreiben die Kinder an Ostern ihren Namen auf ein rohes Ei. Anschließend werden alle Eier zusammen in ein Sieb gelegt, das so lange geschüttelt wird, bis nur noch ein Ei unversehrt ist. Das Kind, dem dieses Ei gehört, soll ebenfalls mit besonderem Glück gesegnet sein. Die Australier feiern Ostern statt mit dem Osterhasen mit dem Osterbilby. Ebenso wie der Osterhase ist auch der Osterbilby als Schoko-Version in sämtlichen Läden erhältlich.