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Pflanzliche Milch – welche Alternative zu Kuhmilch gibt es?

Vegane Ernährung liegt im Trend. Doch nur wenige wollen ganz auf Milch verzichten – sei es beim Kochen, als Kaffeeweißer oder als erfrischendes Getränk. Inzwischen gibt es viele hochwertige Produkte, die eine gesunde und schmackhafte Alternative zur Kuhmilch bilden. Hier erfahren Sie mehr!

Die Gründe für den Verzicht auf Milch können vielfältig sein. Einige verzichten grundsätzlich auf tierische Produkte und ernähren sich vegan. Andere leiden unter Laktoseintoleranz und vertragen Kuhmilch nicht. Viele Menschen setzen auf Experimentierfreude und sind offen für alternative Lebensmittel und neue Geschmacksrichtungen. Egal aus welchen Gründen Sie sich für Pflanzenprodukte interessieren, der Blick über den Tellerrand lohnt sich. Die breite Produktpalette entspricht jedem Geschmack und unterstützt Ihre Gesundheit.

Milchflasche und Milchglas

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Vergleich Kuhmilch und Pflanzenmilch

Zunächst fällt auf, dass pflanzliche Getränke, bis auf Kokosmilch, den Terminus „Milch“ gar nicht im Namen tragen. Stattdessen ist beispielsweise von „Sojadrink“ die Rede. Tatsächlich schützt eine europäische Verordnung die Bezeichnung Milch und Produkte aus Milch. Lediglich Kokosmilch darf sich als „Milch“ bezeichnen. Dies liegt daran, dass Kokosmilch lange vor den anderen pflanzlichen Milchalternativen auf dem Markt war. Pflanzliche und tierische Milch unterscheiden sich nicht nur im Namen, sondern auch in ihren Inhaltsstoffen und im Nährwert.

Die meisten pflanzlichen Getränke sind frei von Laktose, Milcheiweiß und Gluten. Dies trifft jedoch nicht auf alle Sorten zu. Zudem enthält pflanzliche Milch kein Cholesterin. Allerdings fehlt der Pflanzenmilch das in der Kuhmilch enthaltene Vitamin B12 und Vitamin C. Häufig werden pflanzlichen Produkten Vitamine und Mineralstoffe zugefügt. Viele Drinks enthalten zum Beispiel zugesetztes Kalzium. Während Kuhmilch und einige Pflanzendrinks eine natürliche Süße haben, werden einige Sorten zusätzlich gesüßt. Vom Fett- und Eiweißgehalt unterscheiden sich viele Milchalternativen geringfügig von tierischer Milch.

Glas mit Sojamilch

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Pflanzliche Milch – eine Übersicht

  • Sojamilch – der Klassiker
    Sojamilch ist seit vielen Jahren auf dem Markt und gilt als erste echte Alternative zur Kuhmilch. Sie wird aus Sojabohnen hergestellt und kann Milch in vielen Bereiche ersetzen. Am Morgen schmeckt sie im Kaffee als Kaffeeweißer, auch beim Backen oder Kochen macht sie eine gute Figur. Bei Bedarf lässt sie sich aufschäumen. Vom Nährstoffgehalt hat Sojamilch einen ähnlich hohen Proteingehalt wie pflanzliche Milch. Der Geschmack hängt von der Sorte ab. Die pure Variante schmeckt leicht nussig, es gibt auch gesüßte Sojamilch oder Getränke mit Vanille- oder Schokoladengeschmack.
  • Hafermilch – das Universaltalent
    Hafermilch begeistert durch den natürlichen, leicht süßlichen Geschmack. Sie ist frei von Laktose und Milcheiweiß, enthält aber Gluten. Der leicht getreidige Geschmack und die feine Süße schmecken sowohl im Müsli als auch im Kaffee. Beim Kochen und Backen ist die Hafermilch eine schmackhafte Alternative zur Kuhmilch.
  • Mandelmilch – die gesunde Alternative
    Mandelmilch gilt als besonders gesund und lecker. Zwar enthält sie wenig Eiweiß und Kalzium, dafür ist sie reich an Spurenelementen und Vitaminen. Zudem punktet sie durch den hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Mandelmilch eignet sich hervorragend zum Backen. Durch den leicht nussigen Geschmack bereichert sie leckere Müslis und Shakes.
  • Haselnussmilch – die süße Versuchung
    Haselnussmilch gehört aktuell noch zu den Geheimtipps unter den Pflanzendrinks. Dabei überzeugt Haselnussmilch gleichermaßen durch den nussigen, milden Geschmack und die vielen wertvollen Inhaltsstoffen. Neben Kalzium und Eisen enthält Haselnussmilch Selen, Zink und Mangan. Sie lässt sich vielfältig verwenden. Aufgeschäumt im Kaffee schmeckt sie ebenso lecker wie in Süßspeisen.
  • Kokosmilch – das bewährte Allroundprodukt
    Kokosmilch gehört seit Jahren zum Sortiment eines Supermarkts. Anfangs wurde sie hauptsächlich für exotische Speisen verwendet, inzwischen setzt sie sich als leckere Alternative zur Kuhmilch durch. Kokosmilch hat den höchsten Fettanteil von allen Produkten, allerdings handelt es sich hierbei um gesunde ungesättigte Fettsäuren. Viele weitere Nährstoffe und der nussig-exotische Geschmack machen die Kokosmilch zum Allroundtalent beim Kochen und Backen.

Glas mit Kokosmilch

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  • Cashewdrink – die ungewöhnliche Pflanzenmilch
    „Milch“ aus Cashewnüssen ist noch nicht weit verbreitet. Der Geschmack wird als fein-nussig beschrieben. Kein Wunder, schließlich besteht Cashewmilch aus gerösteten Cashewkernen. In der Regel kommt der Drink ohne zugesetzten Zucker aus. Die Pflanzenmilch ist vielfältig einsetzbar. Sie schmeckt sowohl im Kaffee, Tee, Müsli oder im Dessert. Selbst beim Backen und Kochen lässt sich der Cashewdrink verwenden.
  • Reismilch – die Alternative nicht nur für Allergiker
    Reismilch hat sich vor allem bei Allergikern einen Namen gemacht, denn sie ist das allergenärmste Milchersatzprodukt. Sie hat eine natürliche Süße und eignet sich deshalb zum Kochen und Backen. In Süßspeisen kommt die feine Süße besonders gut zur Geltung.
  • Hanfmilch – gesund und lecker
    Hanfmilch ist das Trendprodukt auf dem Milchersatzmarkt, denn sie kommt dem Geschmack von Kuhmilch sehr nahe und punktet gleichzeitig durch wertvolle Inhaltsstoffe. So enthält Hanfmilch zum Beispiel viele wertvolle Omega3 und Omega6-Fettsäuren und pflanzliches Protein. Zudem ist sie reich an Eisen und Kalzium. Der leicht nussige Geschmack kommt sowohl beim Backen als beim Kochen gut zur Geltung.
  • Lupinenmilch – der vielversprechende Neuling
    Lupinenmilch ist eines der neusten Produkte auf dem Markt. Sie enthält weder Laktose, noch Milcheiweiß oder Gluten. Der Geschmack ist neutral, aber gerade deswegen lässt sie sich vielseitig verwenden.
  • Erbsenmilch – die „grüne“ Alternative?
    Tatsächlich ist Erbsenmilch nicht grün, sondern gelb. In Deutschland hat sie sich noch nicht durchgesetzt. In den USA erobert sie aktuell den Markt.

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