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Smoothies – lecker, gesund und schnell gemacht!

Seit kurzem sind Smoothies ein echtes Trendgetränk, das nicht nur Erwachsenen schmeckt. Auch Kinder sind begeistert und können so sogar motiviert werden, die tägliche Ration Obst und Gemüse in flüssiger Form zu sich nehmen. Hier erfahren Sie alles über die leckeren Drinks.

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Smoothies: Begriff aus dem Englischen, Trend aus den USA

Das Wort Smoothie ist Englisch und bedeutet nichts anderes als „fein, cremig“. Damit ist eigentlich alles gesagt, denn die Ganzfruchtgetränke sind sehr angenehm, nicht ganz flüssig in der Konsistenz und damit gut zu trinken. Verarbeitet wird in einem Smoothie immer die ganze Frucht (zum Teil sogar mit Schale) und eventuell vorhandenen Kernen. Im Mund soll er sich dann samtig anfühlen und ein gutes Gefühl hinterlassen, das Gewissen selbst ist bereits vorher beruhigt ob der zahlreichen gesunden Inhaltsstoffe.

Der Trend der Smoothies kommt – wie so vieles – aus den USA. Dort haben die sogenannten Saftbars bereits lange Tradition und gelten als erste Produktionsstätte des heutigen Trendgetränks. In Amerika werden sie mit Eis oder gefrorenen Früchten als kühles Erfrischungsgetränk angeboten. Smoothies werden in unzähligen Geschmacksvariationen zum Kauf angeboten, können natürlich aber auch selbst gemacht werden.

Fünfmal täglich Obst und Gemüse als Ausgangsbasis

Wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung ist ausreichend Obst und Gemüse – das weiß eigentlich jeder, der ein wenig auf seinen Lebensstil achtet. Doch gerade der stressige und manchmal lange Arbeitstag führt dazu, dass Sie möglicherweise abends gar keine Lust mehr, sich in die Küche zu stellen und Gemüse zu schneiden oder aufwändig zu kochen.

Vielleicht gehören Sie aber auch zu der Personengruppe, die morgens eigentlich ohne Frühstück aus dem Haus geht? Smoothies eignen sich hervorragend als schnelle und gesunde Frühstücksalternative, die schnell zubereitet werden kann. Abgefüllt in kleinen Flaschen bieten Ihnen die Getränke die Option, bis zu zwei Portionen des täglichen Bedarfs abzudecken – quasi Gesundheit „to go“.

Inhaltsstoffe des Smoothies nicht exakt festgelegt

Wenn Sie sich jetzt fragen, was ein Smoothie eigentlich enthält, ist die Antwort gar nicht so einfach. Es gibt keine exakte Regelung, was in diesem Fruchtgetränk enthalten sein muss oder soll. Meistens ist die Herstellungsbasis eines Smoothies Saft oder Saftkonzentrat. Einen echten Smoothie erkennen Sie vor allem am Fruchtmark und am Direktsaft. Von hoher Qualität zeugt es, wenn Sie Fruchtstückchen in der Flasche finden.

Das Spektrum der Zutaten für das gesunde Fruchtgetränk ist groß. In der Praxis werden meist zwei bis drei Obstsorten kombiniert und damit ein individueller Mix der Aromen erzeugt. Jede einzelne Zutat beeinflusst den Geschmack und die Konsistenz. Häufig sondern Obstsorten, wenn sie zerkleinert werden, viel Flüssigkeit ab, was das Getränk dünner macht. Um eine gute Sämigkeit – ganz nach dem Wortstamm Smoothie – zu erreichen, werden oft Avocados, Mangos und Bananen verarbeitet. Theoretisch wäre es ebenso möglich, einen Smoothie nur aus einer Obstsorte herzustellen.

Grundsätzlich ist in einem Fruchtsmoothie bereits ausreichend Zucker vorhanden, womit auf zusätzliches Süßen verzichtet werden kann. Wenn Sie aber dennoch süßen möchten, greifen Sie auf Süßstoffe wie Stevia oder Xylit zurück. Diese enthalten weniger Kalorien und verringern gleichzeitig das Kariesrisiko.

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Zahlreiche köstliche Sorten auf dem Markt

Die Auswahl an Smoothies, die im Handel erhältlich sind oder für die sich einfach nachzumachende Rezepte finden lassen, ist groß. Die meisten Rezepte oder Herstellungsprozesse gehen von einer flüssigen Basis aus. Damit ist die Produktion in einem herkömmlichen Mixer möglich, da sich die Obst- und Gemüsestücke in Flüssigkeit nun einmal einfacher zerkleinern lassen. Sie brauchen dazu keinen Hochleistungsmixer: selbst mit einem herkömmlichen Standmixer oder Pürierstab können Sie Smoothies selber herstellen.

Folgende Smoothie-Varianten sind die populärsten:

  • Mit Wasser: Hier liegt der Vorteil ganz klar darin, dass die Basis sehr kalorienarm und ebenfalls sehr kostengünstig ist. Am besten verwenden Sie Leitungswasser oder gefiltertes Wasser. Wenn Sie den Smoothie am Ende noch verdünnen möchten, können Sie je nach Rezept noch einige Eiswürfel dazugeben.
  • Fruchtsaft als Basis: Grundsätzlich können Sie alle Fruchtsäfte zur Herstellung von Smoothies verwenden. Hier können Sie Kreativität, Phantasie und natürlich Ihren persönlichen Geschmack einfließen lassen. Wie wäre es mit Orangen, Äpfeln oder Trauben und Ananas? Auch Beeren liefern eine hervorragende Basis für einen schmackhaften Smoothie. Beachten Sie dabei, dass Fruchtsäfte immer einen hohen Anteil an Fructose aufweisen. Setzten Sie sie deshalb sparsam ein, sonst wird das Zuviel dieser Grundlage allzu rasch vom Körper aufgenommen und als Fett gespeichert.
  •  Milch oder Joghurt sind beliebte Zutaten, obwohl gerade die Verwendung homogenisierter und pasteurisierter Milchprodukte laut Experten eher weniger gesund ist. Eine Alternative bieten hier Kokos- oder Nussmilch, die noch dazu eine schmackhafte neue Nuance in den Smoothie-Alltag bringen können.
  • Sojamilch ist eine bewährte Alternative für alle diejenigen, die sich ohne Milchprodukte ernähren möchten. Wichtig ist, dass Sie für Ihren Smoothie auf eine zertifizierte und ökologische Anbauweise achten.
  • Nussmilch ist eine bewährte Grundlage für Smoothies, wenn Sie auf Wasser verzichten möchten. Noch dazu kommen Sie dabei komplett ohne Milchprodukte aus und geben dem Fruchtpüree eine leckere Note, die zudem noch gesund ist.

Zusätzliche Ergänzungen machen das Trendgetränk noch gesünder

Wenn Sie Ihren täglichen Smoothie noch effektiver und gesünder machen möchten, können Sie zusätzliche Inhaltsstoffe beifügen. Hochwertige Eiweiße wie rohe Bio-Eier, Hanfprotein, Reisprotein, Erbsen oder Whey-Proteine sind gute Eiweißquellen für Smoothies und sehr mild im Geschmack. Achten Sie darauf, dass die Whey-Proteine kalt verarbeitet wurden, von mit Gras gefütterten Kühen stammen und frei von Hormonen sowie Chemikalien sind.

Auch Antioxidanten werten jeden Smoothie auf, dazu können Sie Bestandteile wie Kakao, Leinsamen, Gojibeeren, Acaibeeren, Aroniabeeren oder Mangostanfrüchte Ihrem Smoothie beifügen. Kräuter und Gewürze wie Zimt, Muskatnuss und Gewürznelken bieten einen hohen Anteil an Antioxidantien und verleihen Ihrem Smoothie noch dazu ein sehr angenehmes und mildes Aroma. Mit dieser Auswahl an zusätzlichen Beigaben finden Sie immer wieder eine neue Bereicherung für den Smoothie-Alltag.

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Wie unterscheiden sich grüner Smoothie und Fruchtsmoothie?

Grundsätzlich sind sich der grüne Smoothie, der derzeit stark im Trend ist und der klassische Fruchtsmoothie sehr ähnlich. Entscheidend ist der Unterschied hinsichtlich der Bestandteile, denn der Green Smoothie besteht nicht nur aus Obst, sondern greift außerdem auf Blattgrün zurück. Damit wird die Palette an Nährstoffen erheblich erhöht, gerade das zusätzliche Gemüse enthält einige wichtige Nährstoffe, die kaum in Obst oder anderen Lebensmitteln vorkommen. Wenn Sie also Wert auf einen besonders hohen Nährstoffanteil legen, sollten Sie zum grünen Smoothie greifen.

Salat – vor allem grüner – ist oft und gerne Bestandteil einer leckeren Mahlzeit, ob als Hauptgericht oder als Beilage. Aber haben Sie ihn schon einmal in einen Mixer gegeben? Vermutlich nicht, und gerade da sind Ihnen ein echtes Geschmackserlebnis, das zwar im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, dafür im Nachhinein umso begeisternder ist, und ein Booster für Ihre Gesundheit entgangen. Dem Körper werden nämlich mit dem Mix aus Früchten wie Mango und Banane, Pfirsich, Grünpflanzen und Wasser hochkonzentriert Vital- und Nährstoffe geliefert. Vor allem ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe, aber auch Enzyme und Antioxidanten sowie Ballaststoffe und Proteine sind enthalten, die der Gesundheit sehr guttun.

Bestandteile des grünen Smoothies

Für die Herstellung eines grünen Smoothies benötigen Sie grünes Gemüse wie Grüner Salat, Feldsalat, Spinat, Mangold oder Kohl und Wirsing bzw. Grünkohl und Wildkräuter wie Löwenzahn und Spitzwegerich, Sauerampfer und Brennnessel. Diese ergänzen Sie durch Gemüse wie Avocado, Möhren und Zucchini, Sellerie oder Gurken und Obst wie Bananen, Orangen, Trauben, Aprikosen, Pfirsiche, Melonen und Zitrone.

Dazu können Sie ganz nach Belieben und individuellem Geschmack noch folgende Zutaten hinzugeben:

  • Leinsamen
  • Sprossen und Keimlinge
  • Vanille
  • Honig
  • Ingwer
  • Nüsse und Mandeln
  • Sesam
  • Petersilie
  • Basilikum

Grundsätzlich ist zu empfehlen, dass Gemüse und Obst der Saison verwendet werden und zwar im Verhältnis von 50 bis 60 Prozent Blattgemüse/Kräuter und 40 bis 50 Prozent Obst.

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Trendiges Fruchtgetränk leistet Beitrag für die Ernährung

Viele schätzen und mögen Smoothies vor allem wegen ihrer herrlichen Geschmacksrichtungen. Doch vor allem sind sie gesund und leisten einen wertvollen Beitrag für Ihren fitten Alltag. Wichtig ist, dass Sie hochwertige Obstsorten verwenden und diese entsprechend sorgfältig zubereiten. Treffen Sie eine sorgfältige Auswahl von Obst und Gemüse, hauptsächlich im Hinblick auf die enthaltenen Nährstoffe und Antioxidanten oder Zusatzeffekte.

Die Zubereitung nimmt gerade auf den Gehalt der Nährstoffe einen hohen Einfluss, da sie ja nicht herausgefiltert werden. In einem Mixer werden Obst und Gemüse intensiv zerkleinert, doch die Nährstoffe bleiben im Wesentlichen im Getränk, womit ein deutlicher Unterschied in der Wirkungsweise gegenüber Obstsäften besteht. Denn diese werden oft im Herstellungsprozess erhitzt, womit der Gehalt an Nährstoffen abnimmt.

Zuckergehalt von Smoothies beachten

Smoothies sind bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt, weil sie eine gute Alternative zu Softdrinks darstellen. Dies ist auch im Großen und Ganzen berechtigt, enthalten doch die bekannten Limos erheblichen Anteil an industriellem Zucker, der für die Gesundheit nicht unbedingt förderlich ist. Das Ausweichen auf Fruchtsmoothies ist deshalb eine durchaus sinnvolle Alternative, allerdings müssen Sie bedenken, dass sogar Früchte Zucker enthalten.

Dieser wird als Fructose bezeichnet, doch hier gilt es Vorsicht walten zu lassen: Fructose ist nicht gleich Fructose. Es gibt natürliche Fructose, wie sie in frischem Obst enthalten ist und industrielle Fructose. Es liegt auf der Hand, dass erstgenannte die bessere Alternative darstellt, da der Organismus natürliche Fructose leichter verwerten kann. Fructose ist allerdings zudem ein Lieferant für Energie und unterstützt den Stoffwechsel. Deshalb ist sie als Bestandteil von Fruchtsmoothies und Shakes durchaus zu begrüßen, allerdings sollten Sie während einer Diät beachten, dass es dadurch zu einer hohen Kalorienzufuhr kommen kann.

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Wann ist ein Smoothie ein guter Smoothie?

Wer sich im Handel umsieht, findet eine große Auswahl an unterschiedlichen Produkten im Smoothie- und Shakes-Bereich. Da haben Sie sich vielleicht auch schon einmal die Frage gestellt, woran Sie Qualität erkennen. Die Antwort ist einfach: Wenn ein Smoothie mindestens 50 Prozent Anteil an ganzen Früchten und Gemüse enthält, ist er als hochwertig einzustufen. Abgesehen davon sollte er keinen Zucker oder Zuckeraustauschstoffe enthalten.

Auch eine Konzentrierung des Smoothies durch Wasserentzug zeugt nicht unbedingt von seiner Qualität. Besser ist es, Sie achten auf die entsprechenden Angaben bezüglich Fruchtstückchen, Fruchtpüree oder Konzentrat oder bereiten Ihren Fruchtdrink selbst zu.