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Tee-Zubereitung: 10 Tipps für den perfekten Tee

Herbstzeit ist Teezeit! Der Begriff Tee bezeichnete ursprünglich den heißen Aufguss von Teilen der Teepflanze. Heutzutage wird darunter ebenfalls der Aufguss von Kräutern, Früchten und Wurzeln verstanden. Wir haben für Sie 10 Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihren Tee perfekt zubereiten.

1. Die Teesorte

holzloeffel mit gruenem tee

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Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Tees – von der Variante mit Heilkräutern bis hin zur fruchtigen Varianten mit Erdbeere oder Apfel. Ursprünglich wurden frische Teeblätter zur Teezubereitung verwendet. Da sie nicht lange haltbar sind, hat sich die Verarbeitung zu trockenem Tee durchgesetzt. Die vier Hauptteesorten stammen alle vom Teestrauch. Sie unterscheiden sich im Grad der Fermentation, die heutzutage als Oxidation bezeichnet wird.

Die vier Hauptteesorten im Überblick:

  • Schwarz: Der bekannte Schwarztee wird „volloxidiert“. Der Prozess der Oxidation wird abgebrochen, bevor der Tee „verbrennt“, was sich geschmacklich auswirken könnte.
  • Grün: Die Teeblätter, die für den Grüntee verwendet werden, werden kurz gewelkt. Damit die Oxidation des Tees nicht stattfindet, werden die Teeblätter anschließend noch kurz erhitzt.
  • Weiß: Diese Teesorte wird ausschließlich aus den ungeöffneten Blattknospen des Teestrauchs gewonnen. Eine Oxidation wird möglichst verhindert.
  • Oolong: Bei der Herstellung des Oolongtees ist die Oxidationsdauer kürzer als die des Schwarztees. Je nach Dauer der Oxidation kann diese Teesorte mehr nach Grün- oder Schwarztee schmecken.

2. Die Teemenge

Als Richtwert gilt generell: Verwenden Sie einen Teelöffel Tee pro gewünschte Tasse. Da sich die Teesorten im Volumen und entsprechend im Gewicht unterscheiden, ist dieser Richtwert variabel. Genauso kommt es auf Ihren Geschmack an. Bevorzugen Sie ein starkes Tee-Aroma, brauchen Sie mehr Tee als jemand, der einen leichten Teegenuss wünscht. Probieren Sie aus und experimentieren Sie. Mit der Zeit werden Sie herausfinden, was Ihr persönliches Tee-Aroma ist. Allerdings spielen die Faktoren Temperatur, Wasser und Ziehzeit ebenfalls eine wichtige Rolle, wenn es um Stärke und Geschmack des Tees geht. Dazu haben wir Ihnen in den kommenden Punkten dieses Artikels noch weiterführende Informationen zusammengestellt.

3. Das Wasser

Grundsätzlich ist das Leitungswasser in Deutschland von guter Qualität, sodass Sie es ohne Bedenken zur Teezubereitung verwenden können. Zu beachten ist, dass es regionale Unterschiede gibt. Besonders wenn Sie Leitungswasser haben, das verstärkt kalk- oder chlorhaltig ist, sollte das Wasser mindestens drei Minuten gekocht werden. Um die Wasserqualität zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit einen speziellen Wasserfilter zu nutzen. Weiter eignet sich Quellwasser, das in Flaschen erhältlich ist, für den Teeaufguss.

4. Die Temperatur

teekessel mit kochendem wasser

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Wir empfehlen Ihnen, das Wasser einmal aufzukochen. Je nach Tee-Sorte sind unterschiedliche Temperaturen für den Aufguss sinnvoll. Dass Tees mit sprudelndem Wasser übergossen werden sollen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Beim Aufguss von Tee mit kochendem Wasser wird ein Großteil der Geschmacksstoffe zerstört. Für den perfekten Teegenuss ist das nicht von Vorteil.

  • Schwarzer Tee: Gießen Sie den schwarzen Tee direkt nach dem Aufkochen auf. Das heiße Wasser schadet den Aromen nicht.
  • Grüner & Weißer Tee: Warten Sie nach dem Aufkochen von einem Liter Wasser bis zu drei Minuten mit dem Aufguss, um den vollen Geschmack zu erhalten.
  • Japanische Grüntees: Diese Tee-Sorte ist speziell wärmeempfindlich und sollte mit Wasser bis circa 60°C übergossen werden. Die Temperatur ist nach etwa neun Minuten nach dem Aufkochen von einem Liter Wasser erreicht.

Üblicherweise finden Sie Hinweise zur Zubereitung auf der Teeverpackung.

5. Ziehzeit

Hier gilt für Sie erneut: Ausprobieren, was Ihnen schmeckt. Eine kurze Ziehdauer sorgt für die anregende Wirkung von Tees. Diesen Effekt erzielen Sie, indem Sie den Tee für 2-3 Minuten ziehen lassen. In dieser Zeit geben die Teeblätter viel Koffein ab. Je länger der Tee zieht, desto stärker beziehungsweise bitterer wird er. Das liegt daran, dass Gerbstoffe freigesetzt werden. Grüner und Weißer Tee haben meist eine kurze Ziehzeit von circa 2-3 Minuten. Schwarzer Tee verträgt eine Ziehzeit von bis zu 5 Minuten. Am besten finden Sie für sich Ihre passende Ziehzeit heraus.

6. Die Aufbewahrung

Die Lagerungszeit von Tee sollte ein bis zwei Monate nicht überschreiten. Vor allem, wenn Sie hochwertigen Tee gekauft haben, ist eine kühle, trockene und luftdichte Lagerung sinnvoll. Andernfalls kann Ihr teuer gekaufter Tee schnell alle Eigenschaften verlieren, die Sie an ihm schätzen. Dazu zählen Verlust von Aroma und Ihr Tee könnte fremde Aromen, wie beispielsweise von Gewürzen, aufnehmen. Wir empfehlen Ihnen eine gut verschließbare Dose, die Sie an einem kühlen und trockenen Ort abstellen.

7. Die Teekanne

Abgesehen davon, dass Teekannen dekorativ sind, haben sie teilweise Eigenschaften, die Ihr Teeerlebnis steigern können. Wichtig ist, dass Sie Ihre Teekanne nach Qualität und Optik aussuchen. Materialien gibt es viele. Sie haben die Wahl aus Teekannen aus Glas, Porzellan, Ton und klassischen, chinesischen Metall-Teekannen. Besonders bei Teekannen aus Glas lohnt sich die Anschaffung einer doppelwandigen Teekanne. Das verhindert das vorzeitige Auskühlen des Tees. Ein weiterer Tipp ist, mehrere Teekannen zu nutzen. Machen Sie einen Unterschied zwischen kräftigen und zarten Tees. Die feinen Aromen eines milden Tees gehen beispielsweise in einer Schwarztee-Kanne verloren.

8. Glas oder Tasse?

teetasse, ingwer, zitronenscheiben und honigloeffel auf tisch

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Ähnlich wie bei der Auswahl der Teekanne sind die Materialien der Trinkgefäße unterschiedlich. Traditionelle Teebecher, Teegläser und Teetassen aus Porzellan stehen hier zur Auswahl. Achten Sie darauf, dass Ihr Trinkgefäß von guter Qualität ist. Ein Teebecher aus Glas verfügt bestenfalls über Thermoglas, damit Sie sich Ihre Finger nicht verbrennen. Außerdem hält Thermoglas den Tee länger warm.

9. Eistee

Ein heißer Tipp zum Abkühlen ist das Selbermachen von Eistee und das ist nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken. Dazu kochen Sie Ihren Lieblingstee wie gewohnt auf und lassen ihn abkühlen, bevor Sie ihn in den Kühlschrank stellen. Danach verfeinern Sie Ihren Eistee nach Belieben. Wie wäre es mit frischen Früchten, Minze und Honig? Ein Rezept für selbstgemachten Zitronen-Eistee finden Sie hier.

10. Milch, Zucker und Zitrone

Wie Sie Ihren Tee verfeinern, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Bei Tee ist vieles eine Sache des Ausprobierens. Gerne werden Teesorten mit Milch und Zucker getrunken, andere Teesorten vertragen ein paar Spritzer frischen Zitronensaft. Trinken Sie Ihren Tee so, wie er Ihnen schmeckt!