Lebensmittel

Warenkunde: Pfifferlinge

Frische Pfifferlinge gehören zu den beliebtesten Speisepilzen. EDEKA Wucherpfennig erklärt, was es mit diesem aromatischen Pilz auf sich hat. Vom Putzen über die richtige Zubereitung bis hin zu leckeren Rezepten finden Sie hier die besten Tipps.

Der echte Pfifferling (cantharellus cibarius) wird in Bayern auch Eierschwammerl genannt – vermutlich, weil die Farbe des echten Pfifferlings an Eigelb erinnert. Besonders auffällig ist der Hut dieses leckeren Speisepilzes: Sobald der Pfifferling größer wird, stülpt er sich um und wellt sich an den Außenkanten. Auch der Pfifferling hat übrigens einen ungenießbaren Doppelgänger – den falschen Pfifferling. Ihn erkennt man an den Lamellen, zudem riecht er anders und die Farbgebung unterscheidet sich ebenfalls.

pfifferlinge auf holzteller

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Die Pfifferlings-Saison geht etwa von Juni bis November, in diesem Zeitraum können Sie den Pilz mit dem feinen Aroma frisch im Handel kaufen. In den anderen Monaten ist der Pfifferling getrocknet oder eingefroren erhältlich.

So gesund ist der kleine Speisepilz

Pilze gelten grundsätzlich als gesundes Nahrungsmittel. Sie enthalten wenig Fett und Kalorien, dafür aber viel Eiweiß: Perfekt für alle, die auf ihre Figur achten und trotzdem nicht verzichten möchten. Darüber hinaus sind Pfifferlinge ein guter Eisenlieferant und enthalten zudem viel Vitamin D und C. Mit viel Vitamin A und verschiedenen B-Vitaminen ist der Pfifferling insgesamt ein gesundes Nahrungsmittel: Die vielen Ballaststoffe sind gut für die Verdauung und besser schlafen lässt es sich nach dem Genuss des aromatischen Pilzes auch. Grund hierfür ist die Aminosäure L-Tryptophan, die in verschiedenen Prozessen zu Melatonin, dem Schlafhormon, umgewandelt wird.

Pfifferlinge richtig lagern – so wird’s gemacht

Frische Pilze sind empfindlich. Um Druckstellen zu vermeiden, müssen Pfifferlinge richtig gelagert werden. Wir empfehlen Ihnen dennoch, die Pilze möglichst schnell zu verarbeiten – je frischer, desto leckerer. Ansonsten können Sie die Pfifferlinge in einem luftdurchlässigen Gefäß im Kühlschrank aufbewahren. Besonders lange haltbar sind Pilze jedoch generell nicht, etwa zwei bis drei Tage bleiben sie im Kühlschrank frisch.

pfifferlinge in nostalgischer blechtasse

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Reinigen und Putzen der kleinen Pilze

Pfifferlinge sollten grundsätzlich nicht mit zu viel Wasser in Berührung kommen, denn sie haben die Tendenz, dieses aufzusaugen. Am besten, Sie tupfen die Pfifferlinge nur leicht ab. Bei hartnäckigeren Verschmutzungen können Sie die Pilze kurz abbrausen. Außerdem noch ein Geheimtipp zum Säubern von Pfifferlingen: Geben Sie die Pilze vorsichtig in einen Gefrierbeutel und fügen Sie etwas Mehl hinzu. Dann leicht schütteln und die Pilze sanft unter fließendem Wasser vom Mehl befreien – das Mehl bindet Sand und Erde, und verhindert gleichzeitig, dass die Pilze zu viel Wasser aufnehmen.

Rezepte mit Pfifferlingen – lecker und abwechslungsreich

Wie viele andere Pilze enthält auch der Pfifferling Chitin. Es handelt sich dabei um ein Kohlenhydrat, das uns Menschen ganz schön auf den Magen schlagen kann. Deswegen den leckeren Waldpilz immer gut braten oder kochen – das Chitin wird unschädlich gemacht und dem Pfifferlings-Genuss steht nichts mehr im Wege. In den meisten Rezepten werden Pfifferlinge in Öl oder Butter angebraten. Um zu verhindern, dass sich die Pilze mit dem Fett aufsaugen, können Sie sie auch „ohne alles“ in einer beschichteten Pfanne anschmoren. Ob mit Fett oder ohne, achten Sie darauf, dass die Pilze mindestens eine Viertelstunde garen und dass die Pfanne ordentlich heiß ist, damit die Pilze nicht gummiartig werden.

Mit feingehackten Zwiebeln und etwas Speck angebraten, sind die aromatischen goldgelben Pilze die ideale Begleitung zu Risotto oder Omelette. Zu den Klassikern zählen darüber hinaus Gerichte wie Schweinefilet mit Pfifferlingen oder Pasta mit Pfifferlingsrahmsauce.

risotto mit pfifferlingen auf holztisch

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Pfifferlinge haltbar machen

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, den schmackhaften Pilz haltbar zu machen. Die wohl einfachste Methode ist das Einfrieren. Hierzu die Pfifferlinge kurz in Salzwasser blanchieren und dann in einem Gefrierbeutel ins Eisfach geben. Achtung: Die Pilze anschließend nicht auftauen, sondern sie während des Kochens einfach ganz normal, als seien sie frisch, verwenden. Weiter können die Pfifferlinge auch eingelegt werden. Dabei kommen Weißweinessig, Olivenöl und verschiedene Kräuter zum Einsatz. Pfifferlinge lassen sich übrigens ideal trocknen und dadurch haltbar machen.