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Warenkunde Rhabarber: Ideen und Rezepte

Endlich ist er wieder in aller Munde: Rhabarber zählt zu den klassischen Frühlingsboten und erscheint gerne zusammen mit den ersten Sonnenstrahlen. Was alles in den rot-grünen Stangen steckt, verraten wir Ihnen hier.

Mit seinen vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten erobert Rhabarber jedes Jahr aufs Neue die Küchen des Landes. Die Staude stammt ursprünglich aus Asien. Durch ihren fruchtig-sauren Geschmack wird sie vielerorts fälschlicherweise als Obst bezeichnet. In der Tat handelt es sich botanisch gesehen um ein Gemüse, das sich sowohl als klassischer Rhabarberkuchen mit Baiserhaube, als Kompott oder auch als süß-saure Beilage zu herzhaften Fleischgerichten gut macht.

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Als eine der ersten Pflanzen hat Rhabarber ab Anfang April Saison. Für den Beginn der Ernte spielt das Wetter eine entscheidende Rolle. Ein genaues Datum für den Saisonbeginn kann deshalb nicht festgelegt werden. Generell gilt: Sobald sich die gewellten Rhabarberstangen in glatte Stangen verwandeln, kann geerntet werden. Am 24. Juni, dem Johannistag, endet traditionsgemäß die Rhabarbersaison. Dies hat zwei Gründe. Zum einen enthalten spät geerntete Stängel eine höhere Konzentration an Oxalsäure, was Unverträglichkeiten und gesundheitliche Probleme auslösen kann. Zum anderen benötigt die Pflanze eine gewisse Regenerationszeit, damit sie auch im nächsten Jahr wieder eine reiche Ernte beschert.

Was ist der Unterschied zwischen rotem und grünem Rhabarber?

Rote Rhabarberpflanzen zeichnen sich durch einen süßlichen Geschmack aus. Zu erkennen sind sie an ihren roten Stielen und dem roten Fleisch. Anders als grüner enthält roter Rhabarber weniger Oxalsäure. Auch muss er vor dem Kochen nicht geschält werden. Er eignet sich optimal für die Zubereitung von Süßspeisen wie Konfitüre, Rhabarberkompott oder Rhabarbersaft – letzterer löscht vor allem als erfrischende Schorle ideal den Durst.

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Grüner Rhabarber zeichnet sich durch einen mild-säuerlichen Geschmack aus und wird vor allem für herzhafte Gerichte wie beispielsweise als Gemüsebeilage zu Fisch und Fleisch oder als süß-säuerliches Chutney verwendet. Vor dem Kochen müssen Sie die grüne Variante schälen.

Einkaufs- und Küchentipps

  • Woran man frischen Rhabarber erkennt? Beim Einkauf spielen Frische und Qualität eine wichtige Rolle. Hochwertige Ware erkennen Sie an festen und glänzenden Stangen sowie an saftigen Enden.
  • Für die optimale Lagerung schneiden Sie zunächst die Blätter ab und wickeln die Stängel anschließend in ein feuchtes Tuch, beispielsweise ein Geschirrtuch. Mit dieser Vorbereitung können Sie das fruchtig-frische Gemüse bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahren.
  • Rhabarber lässt sich wunderbar einfrieren. Hierfür werden die Rhabarberstangen zunächst gewaschen, getrocknet, geschält und klein geschnitten. Anschließend werden sie portionsweise in einen Gefrierbeutel gegeben und eingefroren.

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Wie gesund ist Rhabarber?

Rhabarber ist nicht nur eine echte Gaumenfreude, sondern versorgt den Körper zudem mit vielen wichtigen Vitaminen, Nährstoffen und Mineralstoffen. Hierzu gehören insbesondere Vitamin C, Kalium, Eisen und Phosphor. Auch jede Menge gesunder Ballaststoffe sind enthalten. Nicht zuletzt ist das leckere Gemüse mit 14 Kilokalorien pro 100 Gramm sehr kalorienarm und somit optimal zum Abnehmen geeignet.

Sowohl süß als auch herzhaft ein Genuss

Die Zubereitungsmöglichkeiten von Rhabarber sind extrem vielfältig. Von Kuchen, Konfitüre und Kompott bis hin zu herzhaften Gerichten als Gemüsebeilage von Fleisch und Fisch sind den Einsatzmöglichkeiten fast keine Grenzen gesetzt. Besonders beliebt ist Rhabarber als Süß-Sauer-Mix zu deftigen Gerichten. Aber auch in Salaten sorgt er für ein echtes Geschmackserlebnis.

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