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Wildpilze – alles was Sie wissen müssen

Im September heißt es: Ab in den Wald – denn dann beginnt die Pilzsaison. Doch welche Pilze darf ich sammeln und welche Mengen sind erlaubt? EDEKA Wucherpfennig erklärt, was Sie zum Thema Wildpilze wissen müssen.

verschiedene sorten von wildpilzen in einer holzbox

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Steinpilz, Marone & Co. – lecker und gesund

Steinpilze, Maronenröhrlinge und Pfifferlinge zählen zu den beliebtesten Wildpilzen. Erfahrene Sammler freuen sich, wenn die Saison wieder losgeht und frische Pilze geerntet werden können. Wildpilze sind nicht nur lecker, sondern auch noch richtig gesund. Sie versorgen den Körper mit Eiweiß, Vitaminen und wichtigen Mineralstoffen. Noch dazu sind sie fett- und kalorienarm, so dass sich jeder ohne Reue sattessen kann. Allerdings gilt: Wer sich nicht zu hundert Prozent auskennt, sollte Vorsicht beim Pilzsammeln walten lassen.

Wildpilze bestimmen: Eine Kunst für sich

Vermutlich kann jedes Kind einen Fliegenpilz identifizieren und weiß, dass dieser giftig ist. Doch viele bekannte Speisepilze haben einen giftigen Doppelgänger. Zum Beispiel ist der Wiesenchampignon nicht mit dem giftigen Knollenblätterpilz zu verwechseln – oder der leckere Parasolpilz mit dem Spitzschuppigen Schirmling. Wer sich auskennt oder einen echten Profi dabeihat, hat beim Sammeln nichts zu befürchten. Auf ein Pilzbestimmungsbuch oder eine sogenannte „Pilz-App“ sollten Sie sich im Zweifelsfall aber besser nicht verlassen, sondern lieber Rat bei einer Pilzberatungsstelle suchen. Dort steht Ihnen ein Pilzsachverständiger zur Verfügung, der jeden Waldpilz genau bestimmen kann.

hand die einen wildpilz abschneidet

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Wildpilze ernten und verarbeiten

Ob Sie den Pilz vorsichtig herausdrehen oder mit einem scharfen Messer abschneiden, macht keinen Unterschied für den Pilz. Das Myzel bleibt dabei unversehrt. Um einige Pilzarten jedoch zweifelsfrei bestimmen zu können, empfehlen Experten, vorsichtig den ganzen Pilz zu entnehmen, um dort weitere Bestimmungsmerkmale zu sichten. Die gesammelten Pilze sollten Sie in einem luftdurchlässigen Korb transportieren. Sollten Sie bei einem Pilz nicht sicher sein, transportieren Sie ihn getrennt von den anderen Speisepilzen, damit diese nicht verderben. Zuhause müssen Sie die Pilze nur noch von grobem Dreck befreien, dann können Sie mit der Verarbeitung beginnen. Übrigens lassen sich Pilze auch perfekt einfrieren oder trocknen.

verschiedene waldpilze in einem topf

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Einfach drauflos sammeln – ist das erlaubt?

Es gibt Arten, wie beispielsweise der Pfifferling oder Steinpilz, der nur in kleinen Mengen gesammelt werden darf. In Naturschutzgebieten gilt: Hier ist jegliche Form des Pilzsammelns verboten. Ansonsten können Sie im Wald für Ihren eigenen Bedarf sammeln. Wo genau die Grenzen für den sogenannten „Eigenbedarf“ liegen, ist regional geregelt. Als Faustregel gelten meistens maximal zwei Kilogramm pro Person und pro Tag.

Beim Pilzsammeln sollten Sie außerdem beachten: Aufgrund der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl sind einige Pilzsorten auch heute noch mit radioaktivem Cäsium-137 belastet. Besonders die Wildpilze im Süden Deutschlands sind betroffen. Darüber hinaus reichern sich einige Wildpilze von Natur aus mit Schwermetallen an. Bei einem Waldpilzverzehr von maximal 250 Gramm pro Woche gilt das jedoch als ungefährlich.

steinpilze auf waldboden

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Köstlich: Rezepte mit Wildpilzen

Das Schönste am Pilzsammeln? Natürlich die köstlichen Gerichte, die Sie nach dem Waldspaziergang aus Ihrer Ausbeute zaubern können! Pasta mit Pfifferlingen beispielsweise schmeckt Groß und Klein – oder wie wäre es mit einem cremigen Pilz-Risotto? Den Klassiker Omelette können Sie anstelle von Zucht- auch mit Wildpilzen zubereiten. Probieren Sie es aus!