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Zauberkuchen backen – so geht’s

Ein Kuchen mit mehreren Schichten, für den man jedoch nur einen Teig benötigt: Der „Zauberkuchen“ trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Hier erfahren Sie mehr über den Backtrend und finden ein einfaches Rezept zum Nachbacken.

Zauberkuchen-Rezept

Bildcredit: depositphotos.com/ Rawpixel

 

Der Zauberkuchen erinnert etwas an ein One-Pot-Rezept, bei dem ein ganzes Gericht in nur einem Topf zubereitet wird. Beim Zauberkuchen verhält es sich ähnlich: Ein dreischichtiger Kuchen wird mithilfe von nur einem Teig zubereitet. Was nach Zauberei und Arbeit klingt, funktioniert eigentlich ganz einfach und mit haushaltsüblichen Zutaten. Durch die vorsichtige Vermengung von Eischnee mit dem eigentlichen Teig und das langsame Backen separieren sich die einzelnen Schichten und bilden die typische, gewünschte Konsistenz. Damit sich die einzelnen Schichten perfekt voneinander abheben, sollte der Kuchen möglichst über Nacht gekühlt werden.

Wir finden, dass diese zauberhafte Köstlichkeit durchaus das Zeug dazu hat, eines Tages zu den absoluten Klassikern zu gehören. Bisher jedoch ist der Trend relativ neu, erobert die Online-Welt jedoch wie im Sturm!

Ein Teig, drei Schichten: Dieser Back-Trend begeistert

Sie fragen sich vermutlich, warum die Bezeichnung „Zauberkuchen“ gewählt wurde. Ganz einfach: Bei der Zubereitung wird ein Teig hergestellt, der nach dem Backen jedoch drei verschiedene Schichten formt! Wie das funktioniert? Durch das Backen auf niedriger Stufe teilen sich der Eischnee und das Mehl. Et voilà! Oben wird der Kuchen leicht und fluffig, in der Mitte puddingartig und am Boden bildet sich idealerweise ein fester Biskuit.

Der „Magic Cake“ punktet mit zahlreichen Vorteilen:

  • Er ist einfach anzurühren
  • Mehrere Schichten bilden sich aus nur einem Teig
  • Die Zubereitung dauert nicht lange
  • Der Zauberkuchen ist einfach ein Hingucker

Rezept für Zauberkuchen

Zutatenliste:

  • 480 ml Milch
  • 4 Eier
  • 115 g Butter
  • 130 g Mehl (Typ 405)
  • 170 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Teelöffel Wasser
  • 20 g fein geriebene Zitronenschale

Zusätzlich:

  • Form
  • Fett für die Form
  • Backpapier

Zubereitung:

  1. Als erstes bereiten Sie die Form vor, fetten diese also ein oder legen sie mit Backpapier aus und heizen den Backofen an. Bei einem Ofen mit Umluft-Funktion reicht eine Temperatur von 135 °C und bei einem Backofen, der mit Ober- und Unterhitze arbeitet, sollte der Zauberkuchen bei 160 °C gebacken werden.
  2. Trennen Sie das Eigelb vom Eiweiß. Achten Sie darauf, sauber zu arbeiten, da der Dotter die Herstellung von Eischnee verhindern würde.
  3. Schmelzen Sie die Butter und lassen Sie diese wieder abkühlen. Achten Sie darauf, dass die Butter flüssig bleibt.
  4. Vermengen Sie das separierte Eiweiß mit einer Prise Salz und schlagen Sie es zu Eischnee.
  5. Mixen Sie das Eigelb mit 150 g des Puderzuckers. Am besten eignen sich dafür ein Handmixer oder ein Stabmixer mit speziellem Aufsatz.
  6. Mischen Sie der Eigelbmasse nun die Butter und das Wasser bei.
  7. Unter ständigem Rühren werden nun abwechselnd Mehl, geriebene Zitronenschalen und Milch hinzugefügt. Rühren Sie den Teig so lange, bis er eine homogene, cremige Masse ergibt.
  8. Nun kommt der entscheidende Schritt: Heben Sie den Eischnee in mehreren Etappen unter den Teig. Seien Sie dabei besonders vorsichtig und achten Sie darauf, dass der Eischnee ganz bleibt und nicht zerfällt oder sich im Teig auflöst. Die weichen Flocken dürfen dabei nicht zerstört werden, sonst klappt es mit den drei Schichten nicht.
  9. Füllen Sie den Teig nun in die dafür vorgesehene Form und backen ihn für 50-60 Minuten.
  10. Lassen Sie den Kuchen anschließend abkühlen und stellen ihn (wenn es die Zeit erlaubt) für 2 Stunden in den Kühlschrank.
  11. Bestreuen Sie den Zauberkuchen vor dem Servieren mit dem restlichen Puderzucker und lassen Sie ihn sich schmecken!

Variationen des Zauberkuchens

Die oben aufgeführte Variante ist die Basis eines Zauberkuchens, wobei die geriebenen Zitronenschalen mit Orangenschalen oder Zimt ersetzt werden können. Ebenso können Sie dem Zauberkuchen durch die Verwendung von Beeren und Früchten eine ganz persönliche Note geben. Kirschen, Himbeeren oder Mandarinenstückchen eignen sich hierfür am besten.  Falls Sie die Beeren / Früchte in den Kuchen mischen wollen, müssen Sie dies nach Schritt 5, also wenn der Teig fertig zubereitet ist, tun. Sie sollten bedenken, dass die Beeren auf den Boden sinken werden und nicht an der Oberfläche bleiben. Wenn Sie möchten, dass die Beeren sichtbar sind, ist es am sinnvollsten, den fertigen Kuchen damit zu verzieren. Dafür verzichten Sie einfach auf den drauf gestreuten Puderzucker und nehmen stattdessen Beeren und Früchte. Sie können Ihren Zauberkuchen alternativ mit Kakao, Streuseln oder sogar eigenen Fondant-Kreationen verzieren.

Sehr beliebt sind zudem vanillehaltige Zauberkuchen. Um einen solchen Kuchen herzustellen, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Sie ersetzen die geriebenen Zitronenschalen durch Vanille. Schneiden Sie eine Vanilleschote der Länge nach auf und kratzen Sie die innere dunkle Masse mit einem Messer heraus. Benutzen Sie wirklich nur eine kleine Menge und keinesfalls die ganze Schote, da Vanilleschoten sehr geschmacksintensiv sind. Bei übermäßiger Verwendung kann der Kuchen bitter werden.
  2. Sie ersetzen im Basisrezept den Puderzucker, der anschließend auf den Kuchen gestreut wurde, durch Vanillezucker.

Vorsicht: Der Zauberkuchen ist in der oberen Hälfte sehr weich und fluffig. Wenn zu viel Gewicht drauf lastet, wird er stellenweise zusammensacken. Ebenso sollten Sie sparsam mit feuchten Dekomitteln umgehen. Diese befeuchten die obere Schicht und können den Kuchen mit der Zeit ebenfalls zusammensacken lassen.

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