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Erdbeermarmelade mal anders – kreative Rezepte

Die klassische Erdbeermarmelade kann in kreativen Variationen zubereitet werden: Probieren Sie Erdbeermarmelade mit Chili oder Erdbeermarmelade mit Schokolade und genießen Sie die Erdbeerzeit!

Marmelade ist seit eh und je ein beliebter Brotaufstrich auf dem Frühstückstisch, wird aber auch gerne zu vielen anderen Gerichten gereicht. Sei es als süßes Topping auf dem Pfannkuchen, als Füllung im Muffin oder sogar zum Verfeinern der Bratensoße – Marmelade ist überraschend universell einsetzbar und sorgt für fruchtige Süße zum Genießen. Zudem lässt sie sich auch ziemlich einfach selber herstellen und bietet sich somit selbst für Kochmuffel zum Experimentieren an. Die Varianten und Ideen diesbezüglich sind im Grunde grenzenlos und können sich entweder nach Großmutters Rezept oder einer neuen, exotischen Version richten.

Die Erdbeermarmelade – der Klassiker auf dem Küchentisch

Erdbeermarmelade mit frischen Erdbeeren

Bildcredit: depositphotos.com/ddsign_stock

Den wohl beliebtesten Klassiker an Marmeladen stellt die Erdbeermarmelade dar, die sowohl ganz einfach und schlicht als auch abgewandelt und exotisch daherkommen kann. Einige wichtige Basics sollten zum Herstellen der eigenen Marmeladenkreation aber in jedem Fall vorhanden sein, bevor es losgehen kann.

Diese Hilfsmittel werden zum Herstellen von Marmelade benötigt:

  • Großer Topf
  • Schaumlöffel
  • Gläser mit Deckel
  • Trichter zum Umfüllen

Für die klassische Erdbeermarmelade braucht es zunächst frische Früchte, die von ihrem Grün befreit und danach klein geschnitten werden. Das Grundrezept für selbstgemacht Marmelade lautet dabei wie folgt: auf 1 kg Frucht kommen 700 g Zucker. Vom Zitronensaft kommen weitere 3 EL hinzu, sofern die Früchte von sich aus keine starke Säure enthalten (bei Erdbeeren sollte beispielsweise Zitrone hinzugegeben werden). Um das Einmachen zu erleichtern, wird noch etwas Pektin hinzugegeben. Es unterstützt den Geliervorgang der Masse. Stattdessen kann aber auch zu Gelierzucker 2:1 gegriffen werden, wie er heutzutage in jeder sortierten Backabteilung zu finden ist.

  • Die Erdbeerstückchen kommen zunächst in einen großen Topf. Idealerweise werden vollreife und einwandfreie Früchte genutzt, die im besten Fall direkt aus dem Garten oder vom regionalen Obstbauern stammen. Denn diese haben keinen langen Transportweg hinter sich und sind dementsprechend in gutem Zustand. Zu vermeiden sind unbedingt angefaulte Früchte, da die in ihnen enthaltenen Keime die spätere Marmelade schneller verderben lassen können. Wer keine frischen Früchte hat, kann aber auch zu gefrorenen Erdbeeren greifen.
  • Für die spätere Süße und einen angenehmen Geschmack wird das Mark einer Vanille-Schote hinzugegeben, auch ihre Schale wandert in den Topf.
  • Hinzu kommen jetzt Zucker und Zitronensaft.
  • Die Zutaten werden unter Rühren aufgekocht. Zwischendurch können die größeren Obststücke außerdem mit einer Gabel zerdrückt werden, mehr als 4 Minuten muss die Masse in der Regel jedoch nicht kochen. Dann ist sie bereits fertig. Mit dem Schaumlöffel wird zum Schluss noch der entstandene Schaum abgeschöpft.
  • Nun kann die Masse abgefüllt werden. Dafür sollten zunächst ein paar Marmeladengläser samt Deckel abgekocht werden, dann wird die Masse noch warm in die Gläser gefüllt.
      • Das Abkochen der Gläser ist deshalb so wichtig, weil ansonsten Keime oder Verunreinigungen mit der Marmelade in das Glas gelangen können und der Aufstrich so schnell verderben könnte. Zudem ist es wichtig, dass die Masse so heiß und schnell wie möglich ins Glas gelangt – so kann sich beim Abkühlen im Glas ein Vakuum bilden, welches wiederum für Haltbarkeit sorgt. Ebenfalls ist beim Einfüllen darauf zu achten, dass der Rand des Glases sauber bleibt, denn er stellt ebenfalls eine mögliche Brücke für Keime und Bakterien dar. Am besten lässt sich dies vermeiden, indem zum Einfüllen ein Trichter genutzt wird.

    frische Erdbeeren für Marmelade

    Bildcredit: depositphotos.com/leungchopan

    Tipp: Was tun, damit Marmelade nicht braun/ grau wird?

    Oft passiert es, dass die selbstgemachte Marmelade einen eher bräunlichen Farbton annimmt, der mit dem strahlenden Rot aus dem Supermarkt nicht mehr viel gemeinsam hat. Grund dafür sind die fehlenden Zusatzstoffe. Vermeiden lässt sich dieses Phänomen aber, indem der kochenden Marmelade einfach ein Schuss Zitronensäure hinzugegeben wird. Darüber hinaus ist es allerdings auch wichtig, die Marmelade grundsätzlich nur im Dunkeln zu lagern, da auch das Licht Einfluss auf die Farbe hat.

    Variationen von Erdbeermarmelade

    frische Erdbeermarmelade

    Bildcredit: depositphotos.com/ belchonock

    Erdbeermarmelade ist in ihrer natürlichsten Form zwar nach wie vor ein Dauerbrenner, dennoch haben es mittlerweile mehr und mehr spannende Variationen auf den Markt geschafft. Sie verleihen der fruchtigen Erdbeere eine ganz besondere Note, indem beispielsweise verschiedene Gewürze, Kräuter oder Liköre beigemengt werden. Anbei gibt es vier dieser Varianten, die problemlos Zuhause nachgekocht werden können und für Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen.

    Die scharfe Variante – Chili und Zimt sorgen für den Geschmackskick

    Wer schon morgens einen feurigen Chili-Kick braucht, der kann künftig direkt zur Marmelade greifen. Gerade das fruchtige Aroma vieler Chilis harmoniert bestens mit Obst, hier sind die Kombinationsmöglichkeiten sehr vielfältig. Die Zubereitung für eine scharfe Erdbeermarmelade sieht wie folgt aus:

    Zutaten

        • 1 kg Erdbeeren
        • 500 g Gelierzucker 2:1
        • 1 Cayenne-Chili
        • 2 Jalapenos
        • ½ TL Zimt
        • Vanillezucker ganz nach Bedarf

    Zubereitung

        • Die gewaschenen Erdbeeren werden gemeinsam mit den geschnittenen Chilis und dem Gelierzucker in einen großen Topf gegeben, verrührt, erhitzt und zum Kochen gebracht.
        • Während alles kräftig brodelt, kommen nun die in feine Ringe geschnittenen Jalapenos, der Vanillezucker und das Zimt hinzu.
        • Unter ständigem Rühren sollte die Masse nun weitere vier Minuten lang kochen.
        • Heiß ausgespülte Gläser werden danach randvoll mit der Masse befüllt, mit dem Schraubdeckel verschlossen und sollten auf dem Kopf stehend auskühlen.
        • Ist die Marmelade kühl und fest, so kann sie auch schon genossen werden. Gut passt diese etwas ungewöhnliche Variation übrigens zu Frischkäse und rahmähnlichen Aufstrichen.

    Erdbeermarmelade mit einem Hauch Frische

    Wer es weniger exotisch und dafür lieber nur leicht abgewandelt mag, der kann stattdessen zur Minze greifen. Gerade die Zitronenminze rundet das Erdbeeraroma gekonnt ab, bleibt dabei aber stets dezent im Hintergrund.

    Zutaten

        • 1 kg Erdbeeren
        • 1 Bund Zitronenminze (Tipp: Auch wenn es zunächst viel erscheint, die Marmelade verträgt problemlos ein ganzes Bund Zitronenminze und bleibt dennoch fruchtig-süß)
        • 1 EL abgeriebene Zitronenschale
        • 500 g Gelierzucker 2:1

    Zubereitung

        • Wie immer beginnt die Zubereitung auch hier mit dem Waschen, Entstielen und Kleinschneiden der Erdbeeren, auch die Zitronenminze wird gewaschen und kleingehackt. Zusätzlich wird die Zitrone heiß abgewaschen, die Schale wird danach fein abgerieben (daher in jedem Fall zu einer unbehandelten Bio-Zitrone greifen).
        • Die Zutaten werden mit dem Gelierzucker vermischt und dann für etwa 2 Stunden zum Ziehen beiseite gestellt. Danach wird die Masse unter Rühren langsam zum Kochen gebracht und ungefähr 4 Minuten gekocht. Schon ist die Marmelade fertig und kann in Gläser abgefüllt werden.
        • Vorsicht bei der Anwendung von Zitronenminze: wie viele andere Kräuter, so verändert auch die Zitronenminze im Laufe des Sommers ihr Aroma. Sie schmeckt in den späteren Monaten deutlich dominanter und weniger fein, weshalb für den Einsatz bei Marmelade besser zu junger Zitronenminze gegriffen werden sollte.

    Erdbeermarmelade

    Bildcredit: depositphotos.com/ anskuw

    Erdbeermarmelade mit Schokolade

    Verfeinert werden kann Erdbeermarmelade auch mit weiteren süßen Elementen. Unterstrichen wird der Geschmack beispielsweise auch sehr harmonisch durch den Einsatz von Schokolade, wobei sich weiße Schokolade aufgrund der Optik noch ein wenig besser eignet (dunkle Schokolade funktioniert aber genauso gut).

    Benötigt wird dafür Folgendes:

        • 950 g Erdbeeren
        • 150 g weiße Schokolade
        • 500 g Gelierzucker 2:1
        • (Je nach Geschmack 400 ml Kokosmilch, 50 g Kokosflocken und 100 ml Wasser)

    Zubereitung

        • Die Erdbeeren waschen, putzen und fein schneiden. Die weiße Schokolade möglichst fein hacken, nach Belieben kann sie aber auch einfach am Stück im Topf schmelzen.
        • Die Erdbeeren landen nun gemeinsam mit dem Gelierzucker in einem großen Kochtopf und werden gut miteinander verrührt.
        • (Wer mag, kann die Masse an dieser Stelle noch mit Kokosmilch, Kokosflocken und etwas Wasser erweitern, sodass sie nochmals exotischer und ausgefallener schmeckt – da Kokosflocken aber nicht jedermanns Geschmack in Marmeladen sind, kann dieser Punkt ganz nach Belieben auch einfach ausgelassen werden).
        • Die Masse wird nun bei starker Hitze zum Kochen gebracht und bei ständigem Rühren etwa 4 Minuten lang gekocht. Nun kann die weiße Schokolade untergehoben werden. Sofern Kochgut aufkommt (Schaum über der Konfitüre), kann dieser mit einem Schaumlöffel abgetragen werden.
        • Die fertige Marmelade danach direkt in Einmachgläser abfüllen und gut verschließen. 10 Minuten lang auf den Kopf stellen und fest werden lassen, bevor sie wieder umgedreht werden können.

    Erdbeermarmelade mit anderen Früchten aufpeppen

    Erdbeeren lassen sich problemlos mit anderen Früchten kombinieren und lassen auf diese Weise spannende Geschmacksvariationen entstehen. Zudem bietet sich das Zusammenwürfeln der verschiedenen Geschmäcker auch dann bestens an, wenn vielleicht noch Fruchtreste vorhanden sind oder die Erdbeeren allein nicht ausreichen. Beliebte und gern genutzte Kombinationen sind zum Beispiel Erdbeer-Rhabarber mit Vanille, Mango-Erdbeere oder Erdbeer-Kiwi, wobei die Zubereitung sich im Grunde kaum von der reiner Erdbeermarmelade unterscheidet. Lediglich die Mengenangaben variieren dementsprechend. Aussehen kann eine solche Mischung beispielsweise wie folgt:

    Zutaten

        • 500 g Erdbeeren
        • 125 g Heidelbeeren
        • 3 reife Kiwis
        • 400 g Gelierzucker
        • 1 Päckchen Vanillezucker
        • 3 EL Zitronensaft

    Zubereitung

        • Früchte/Obst gründlich waschen und von Stängeln und Grün befreien.
        • Dann Erdbeeren halbieren oder vierteln und zusammen mit den Himbeeren, dem Fruchtfleisch der Kiwis und dem Gelierzucker in einem Kochtopf erhitzen, bis sie zu einer groben Masse werden.
        • Wer mag, kann an dieser Stelle noch kreativ werden und weitere Zutaten ergänzen. So macht sich beispielsweise auch ein Schuss Erdbeer-Limes (Likör) oder Cognac gut, aber auch mit Basilikum bekommt die Mischung eine ganz neue Note. Etwas gewagter ist hingegen die Variation mit etwas Pfeffer oder Ingwer – hier heißt es letztendlich: was gefällt, ist erlaubt.
        • Etwa 4 Minuten lang kochen lassen und regelmäßig umrühren, danach direkt in heiß ausgespülte Gläser umfüllen.

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